Im Keller des bronzenen Keilers

  • Tief unter dem Wirtshaus zum bronzenen Keiler in einer der weniger exklusiven Wirtschaften des sonst recht vornehmen Karan gab es ein größeres Hinterzimmer in dem erlaubte und durchaus auch weniger erlaubte Waren und Geschäfte verhandelt wurden, während man die Würfel rollen lies und sich an starkem Alkohol berauschte der vermutlich keine Zollmarken des imperialen Administratums trug.


    Am Rande dieses Hinterzimmers fand sich eine dicke Eichentür vor der eigentlich immer Dietbert "Der Dicke" Rabenalt auf einem Hocker saß, einen großen Krug Bier neben sich und seine breiten Schultern ab und zu kreisen lies und den speckigen Eichenknüppel an seinem Gürtel befingerte.


    Hinter besagter Tür befand sich der offizielle "Thronsaal" in Form eines Kaminzimmers mit einem großen Tisch und einem bequemen Lehnstuhl in dem für gewöhnlich freundliche alte Großväter ihr Mittagsschläfchen hielten und Ihre Enkel auf den Knien schaukelten. Der obligatorische Großvater war in diesem Fall zwar auch vorhanden, aber "freundlich" war keine Eigenschaft die Bekannten zuerst in den Sinn kam wenn sie an Großvater Magog Rabenalt dachten.


    Das Oberhaupt des weitverzweigten Rabenalt-Clans war seit einem halben Jahrhundert das unangefochtene Oberhaupt dieser Großfamilie und die Zahl seiner Urenkel reichte schon um als Armee bezeichnet zu werden. Über viele Jahre strategisch plazierte Söhne, Töchter und Enkel in den Reihen des imperialen Adminsitratums, den Gilden und vor allem beim Militär und eine straff geführte Familienhierarchie hatten Ihm ein einflußreiches Netzwerk erschaffen das er weidlich ausnutzte um in vielen weniger ehrenvollen Bereichen in Ankoragahn tätig zu werden.


    Heute war kein guter Tag für den alten Magog. Sein aufmüpfiger Großneffe den er immerhin zum Stadtkommandanten von Valensdorf im fernen Mythodea hochgeschoben hatte machte sich mopsig und weigerte sich aus soldatischem Ehrgefühl heraus strikt die Schmuggelaktivitäten seines Clans zu "übersehen" und zusätzlich war ihm auf noch ein sehr ungünstiges Gerücht zugetragen worden.


    Diese verdammten Stellmachers! Die großen Konkurrenten in Schattengeschäften für die Rabenalts, die Familie Stellmacher mit ihrem weitverzweigten Fuhrmannsgeschäft und den Transportrouten in die Nachbarländer das von Magog durchaus neidisch beäugt wurde. Wieder einmal versuchte diese Brut offenbar dem alten Magog Stöcke zwischen die Beine zu werfen...dem musste er auf den Grund gehen!


    "Dietbert Du fauler Sack! Beweg deinen Ochsengroßen Arsch und besorg mir Papier und Feder!"


    Er musste einen Brief schreiben...

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Nara saß mal wieder in ihrem Labor in der Akademie. Keines der letzte Experimente mit den Spinnen wollte so wirklich klappen. So langsam war Sie wirklich am verzweifeln.
    "Diese Blöden Spinnen,... es muss doch möglich sein!"
    Seit Wochen saß Sie hier nun und es ging einfach nicht vorwärts.


    Vielleicht wurde es mal wieder Zeit raus aus ihrer Höhle zu kommen.
    "Ein Abenteuer oder so, wäre mal wieder was. Oder einen Besuch bei der Familie, da hab ich mich bestimmt schon seit 2 Jahren nicht mehr blicken lassen. Wie es wohl dem alten griesgram Großvater geht?"
    So war es beschlossen, ein Ausflug musste her.


    Nur wann sollte Sie aufbrechen? Sie konnte die Spinnen und anderen Experimente nicht einfach so alleine lassen.


    "Nun gut. Ich muss einen Assistenten finden und vielleicht kann ich dann in einem Monat aufbrechen..."

    Nara-Lya Rabenalt
    angehende und verwirrte Alchimistin und Forscherin aus Ankoragahn


    "Er konnte das Gift nur durch seine Manneskraft besiegen!" :stupid:


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    Tild Gänsekiel
    Schreiberin aus Valensdorf

  • An der Holztür ihres Labors klopfte es zaghaft.


    Der wieselflinke Goffrey Rabenalt, ein scheuer kleiner Geselle von 10 Jahren und ein entfernter Cousin von Nara-Lya schob seine schmutzigen nackten Füße in ihr sauberes Labor.


    Mit einem Naserümpfen sah er sich um, der Geruch der Alchemie behagte ihm offenbar nicht besonders. Dann kramte er einen Zettel aus der Tasche und hielt Ihn Nara hin.


    "Hallo Tante Nara, ich hab einen Schrieb von Groffa Magog für Dich, er sagte es wäre wichtig..."


    Nicht zum ersten mal fragte sich Nara ob er wohl jemals lernen würde wie man das Wort "Großvater" aussprach....

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Überrascht über das Auftauchen von Goffrey nimmt Nara den Brief entgegen.


    „Danke Goffy. Schön dich zu sehen.“ Sie mustert ihn von oben bis unten.
    „Wann gewöhnst du dir endlich an Schuhe zu tragen. So wird nie etwas aus dir. Ach ja, und es heißt GROSSVATER und nicht Groffa.“


    Nara deutet Goffrey an vor der Tür Kurzbesuch warten. Dann setzt sie sich und beginnt den Brief zu lesen.
    „Nun dann muss ich wohl früher los als gedacht.“


    Sie, gehr zur Tür. „Goffrey, komm mal her! Ich hab da eine Aufgabe für dich“

    Nara-Lya Rabenalt
    angehende und verwirrte Alchimistin und Forscherin aus Ankoragahn


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    Tild Gänsekiel
    Schreiberin aus Valensdorf

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  • Goffrey musterte sie misstrauisch wie ein Hundewelpe der gerade nass gespritzt worden war.


    "Wasn..?"

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    :silly:

  • Nara grinst.


    "Hier du kannst dich die nächsten Tage um meine Tiere kümmern bis ich zurück bin."
    Sie deutet zu den Käfigen, die zum Teil mit großen Tüchern verdeckt sind.


    "WICHTIG, bei den Spinnen niemals die Hand durch das Gitter stecken, nur mir dieser Zange das Futter reinlegen"
    Nara, hält eine große Zange hoch und greift damit ein kleines totes Kanichen aus einem Eimer. Sie führt die Zange mit dem Kaninchen unter das Tuch zwischen die Stangen.


    Plötzlich fängt der sehr große Käfig (darin könnete ein Schäferhund Platz finden) an zu wackeln.

    Nara-Lya Rabenalt
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    Tild Gänsekiel
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  • Goffrey rümpft die Nase und überlegt angestrengt.


    "Hmmm...was krieg ichn dafür..?

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  • Nach der Rückkehr von Ihrer Reise in die Rundwelt betrat Nara die Akademie. Es war nichts ungewöhnliches zu finden abgesehen davon das an der Tür zum Forschungsbereich mit den Alchemielaboren nicht wie sonst üblich Wachen standen. Auch die ersten Gänge waren vollständig leer, keine anderen Alchemisten oder Gelehrte waren zu sehen.


    Weiter hinten im großen Gebäude war allerdings Trubel zu hören, irgendwas passierte da gerade.

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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