Und alles Gute an Jörg zum Geburtstag! Ich hoffe, du hast schön gefeiert oder tust es noch!
Posts by Dorothea von Spenge
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vielen Dank für all die tollen Sachen, sehr schade, dass du aufhörst! Es war ein schöner Abend mit euch allen!
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Werter Scriptor Eusebius Rabenalt,
wie gewünscht bringe ich Euch Nachrichten aus der Terra Inkognita. Dabei kann ich euch berichten, dass das Hexenproblem dort in der Tat existierte und mit drei stark magischen und äußerst necromantisch bewanderten Hexen eine größere Gefahr für den dortigen Landstrich darstellte. Durch tatkräftige Hilfe der ankoraGahnischen Delegation konnte das Problem allerdings vollständig beseitigt werden. Alle drei Hexen sind tot und ihr magisch necromantischer Kessel ist nun erheblich geschwächt. Die Untoten und Tierwesen, die von den Hexen befehligt wurden, sind vernichtet, der Junker wieder Herr über seine Burg im Rebental. Es steht zu hoffen, dass sich auch die Weingüter erholen werden. Sollte Handel mit Wein gewünscht sein, empfehle ich die Familie Mostar. Diese wirkte vernünftig und bodenständig und bemühte sich um Lösung der dortigen Probleme. Die anderen verlangten teilweise Preise, die durch nichts zu rechtfertigen waren (und niemand bei Trost für eine Flasche Wein bezahlen würde, und sei es der letzte, der übrig ist) und ihr Geld schien ihnen weitaus wichtiger als das Wohl der Menschen und des Landstrichs.Hochachtungsvoll,
Dorothea von Spenge,
Hüterin des Quellbergs
Geschrieben am 30ten des Weinmondes im Jahre 22 nach Warahan
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Ich bringe einen veganen Reissalat mit.
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Dorothea machte sich nach dem Besuch der Jagdhütte bereit für die Reise in die Terra inkognita. Sie schickte eben höflichen Brief an denn Beamten Eusebius, in dem sie sich für Dias Angebot dankte, und seals eine Ehre betrachtete, das Administratum zu unterstützen. Sie schrieb an die Akademie, dass der Fälscher, den sie festgenommen hatten, an dem Portal gearbeitet hatte, und dass er nun auch Steckbriefe fälschte und versucht hatte, ehrbare Bürger in Misskredit zu bringen.
Schreiben war überhaupt gut, reden leider immer noch nicht. Sie musste eh aufpassen, dass nicht Speichel auf die Briefe tropfte. Die Hoffnung, dass Zeit diese vermaledeite Weichzunge bekämpfen würde, war bisher vergeblich, auch wenn es ein bisschen abgenommen hatte. Immerhin konnte sie weiches Essen essen und trinken, ohne sich dauernd zu verschlucken. Was für ein Mist, dass Chariva noch nicht mit ihrem Sohn sus Ravensberg zurück war. Hoffentlich kamen sie noch rechtzeitig zur Reise nach Terra Inkognita. Chariva musste einfach eine Lösung finden.Hoffentlich reichten die Alchimischen Zutaten. Und hoffentlich war den beiden nichts passiert.
Dirothea griff in Gedanjen nach ihrem Kaffees und hustete und prustete ihn dann doch über den inzwischen zusammengerollten Brief an die Akademie. . Verdammte Weichzunge! -
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Einige Zeit war nun vergangen. Die Reisegruppe aus AnkoraGahn war zurück von der Hochzeit in Argenthal. Dorothea ging diversen Dingen nach, was zu organisieren war, um den Sitz in Quellberg aufzubauen, Ravensberg nicht aus den Augen zu verlieren, in Karan das Bankschliessfach noch weiter zu mieten, und nebenbei noch die Gesetze und Gebräuche zu studieren, um sich vor weiteren Fehlern zu bewahren. Zu einem Zwergentempel musste sie auch noch dringend. Aber erstmal übergab sie dem Palast einen versiegelten Brief:
Hochverehrter und wohledler Baron Lazhud Kassar von Eberfels,
Ratsherr und Wappenkönig zu AnkoraGahn,
Auf Euer Geheiß sei es mir eine Ehre, Euch Kunde von Rollos Wirken zu bringen.
Rollo Faulpelz Schildbrecher Schnellhand, als Verkünder entsandt, erwies sich demjenigen welcher dort in Argenthal als Herold diente, in Wort und Klinge, ja in seinem gesamten Auftreten als weit überlegen. Doch will es mir scheinen, dass dem Stande der Herolde an jenem Orte nur geringe Achtung entgegengebracht wird, wenngleich die Hochzeit und Feier sehr feierlich und prächtig von statten ging. Mit Minne, Tanz, Barden, und allerlei Spielen, auch rund um Stärke und Geschicklichkeit war es ein prächtiges Fest. Doch der Buhurt war aufgrund der Hitze so wenig besucht, dass auch Herold und Verkünder teilnehmen mussten.
So vermute ich, dass es Rollo Schnellhand mit einigem Unmut erfüllte, dass ihm kaum Gelegenheit ward, seine Kunst und seinen Auftrag in vollem Maße zu entfalten.Ferner sei es mir gestattet, Euch inständig zu bitten, mich beizeiten zu unterrichten, sollte es zur Verhandlung kommen. Derzeit halte ich mich reisend zwischen dem Quellberg und Karan auf, um das Anwesen am Quellberg aufzubauen und die Gegend zu sichern, und entsende von Zeit zu Zeit Boten, denen mein Vertrauen gilt, gen Ravensberg. Doch sei Euch versichert: Es liegt mir fern, zum Termin der Verhandlung säumig zu erscheinen.
Ergebenst,Dorothea von Spenge
Hüterin des Quellberges
Ritterin AnkoraGahns und Ravensbergs
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Dorothea verabschiedete sich und ging hinaus. Die nächste Zeit war sie mit den Vorbereitungen der Reise und der Suche nach besagter feiner Kleidung beschäftigt. Und dem weiterzahlen in der Bank, es würde ja noch sicher einen Monat dort liegen.
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Dorothea wurde rot, als der Wappenkönig über die Gerichte referierte. Ja, Hochgericht hatte sie im Kopf, aber irgendwie falsch angenommen, dass für Adelige dann der Imperiale Gerichtshof zu Gericht sässe, und dass darin alle Ratsmitglieder sässen. Aber offensichtlich war ihr Gedächtnis da schlecht und Cathair nicht so hoch im Adel. Und Rafael. Der arme Kerl würde schon wieder vor das Gericht müssen. Aber hoffentlich nur als Zeuge. „Ich werde mir das wohl alles nochmal sehr gut ansehen müssen. Vielen Dank für das Angebot, aber ich habe meine Exemplare dabei und muss Eure nicht leihen. Offensichtlich habe ich es aber nicht so gut im Kopf wie ich sollte.“ Die Ritterin grinste entschuldigend. „vielen Dank auch für die Gelegenheit des öffentlichen Treueschwurs auf das Imperium. Ich hoffe, es würde nicht dem meinen in Ravensberg stören, da die Länder weit genug voneinander entfernt sind, dass es da keinen Krieg geben würde in dem ich mich für meine Hetfrau in Ravensberg entscheiden müsste als dem älteren Schwur?“ sie atmete tief durch. Ihre Schwägerin, die ihr hinterher spionierte. Sie riss sich von den düsteren Gedanken los und schaute den Ratsherrn lächelnd an: „ ich danke auch für die Gelegenheit zu der Hochzeit zu reisen. Ich werde gerne ein Auge auf Rollo haben und versuchen die Wogen zu glätten, falls sich jemand auf den Wappenrock getreten fühlt. Rollo Schnellhand ist ein guter und ehrlicher Mann.“ und mit den Frosttaler Sitten würde er ganz sicher irgendwo anecken oder für Lacher sorgen. Sie hoffte eher auf freundschaftliche Lacher, aber man wusste es nie auf solchem Parkett. Sie schätzte Rollo sehr. Besonders im Kampf, Seite an Seite. Die Aufgabe eines Herolds würde … anders. Sie wollte nicht, dass er düpiert wurde. Anderseits würde eh niemand wagen, unverschämt zu Rollo zu sein, denn er würde nicht irgend jemandes sondern Fulcrums Herold sein.
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Dorothea wirkte ein klein wenig erleichtert aber auch sehr ernst. „Ich verstehe Euch da sehr gut, denn genau darum fing die Misere ja an. Weil ich wollte, dass Gerechtigkeit gesprochen werden kann. Und ich kann euch versichern, dass ich ganz sicher keine weiteren schlechten Beispiele für Ritter liefern möchte oder sehen möchte. Ein Gericht, was ja dann eben der hohe Rat ist, liefert sicher ein entsprechenden Hinweis, dass Recht für alle gilt. Ich war auch bisher erstaunt, dass ich zu der Wacht des Quellberges nicht einen offiziellen Eid vor dem hohen Rat leisten sollte. Vielleicht macht so ein Ritual die Aufgabe auch als Vorbild deutlicher. Obwohl das mir auch so klar war. Nur sind wir auch als Vorbild, dass wir sein müssen auch alle fehlbare Wesen und es wird immer auch Fehler geben. Vielleicht könnte aber ein häufigerer Kontakt der Ritterschaft zum hohen Rat helfen? “ sie dachte nach. Es war schon sehr vermessen, das jetzt zu fragen, aber es musste ja trotzdem raus. „Ich hätte noch eine Bitte. In ungefähr einem Monat ( OT jetzt aber nur noch ne Woche, aber unser Schreiben hier war sehr lange) müsste ich aufbrechen um gemeinsam mit Ritter Fulcrum einer Einladung zu einer Hochzeit in Argenthal und Aeterna zu folgen. Glaubt ihr, es wäre möglich, dass der Hohe Rat schon vorher einberufen wird und das Urteil fällt? Falls nicht, wäre es in Ordnung, der Einladung Folge zu leisten und danach hier vor Gericht zu stehen? Lieber wäre mir ein schnelleres Urteil.“ sie würde das gerne schnell hinter sich lassen, und ein Urteil hören, wie auch immer das ausfallen würde. Immerhin hatte sie versucht, Unheil von imperialem Bürgern abzuwenden, und es war kein imperialer Bürger dabei gestorben. Auch wenn es wirklich sehr sehr schief gelaufen war und sie Fehler eingestehen musste. Das Herdfeuer zum Beispiel. Wie sagte man zu Hause? Der Weg in den Abgrund ist mit guten Absichten gepflastert.
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Dorothea wurde wütend, aber zügelte sich. Wegen ihrerseits Ehrbegriff steckte sie ja gerade in der Scheisse. Nur deshalb war sie hier, um zu erzählen, was vorgefallen war. Nur deshalb hatte sie mit den Freischärlern geredet, die Rache und nicht Gerechtigkeit wollten. Denn sie wollte gerecht sein. Statt dessen wurde ihr vorgeworfen, dass ihr Wort nichts zähle, und dass ihr, noch ungeheuerlicher, im Kampf nicht zu trauen war. Sie konnte sich gerade noch bremsen, um nicht aufzuspringen und zwang sich, ruhig zu bleiben. „wenn Ihr mir im Kampf nicht traut, dann frage ich mich, warum ihr mich hier überhaupt mit der Wacht über den Quellberg betraut habt. Ihr habt von mir gehört, und das war nicht immer rühmlich, weil ich zu leicht auf Intrigen hereinfalle. Aber nie, weil ich vor Kämpfen weggelaufen wäre. Ich habe mich auf Trolle und riesige mechanische Kakerlaken gestürzt und mit Dämonen gekämpft um das Leben anderer zu schützen. Das dürfte euch jeder bestätigen, der mit an meiner Seite gekämpft hat.“ Sie atmete tief durch und setzte sich wieder richtig hin. Irgendwie war sie zwar nicht richtig aufgestanden, aber wirklich sitzen hatte man das auch nicht nennen können. Etwas ruhiger fuhr sie fort: „wegen meiner Ehrlichkeit bin ich ja hier. Weil ich glaube, dass der Paladin damals wirklich sein Wort gebrochen hat, habe ich mit den Freischärlern geredet. Und wollte ihnen klar machen, wie das Recht funktioniert und man nicht einfach Köpfe fordern kann. Dass es nicht Rache sein darf sondern Gerechtigkeit sein muss. Und weil sie unter meinem Wort reisen sollten, und das missbrauchen wollten, konnte ich sie nicht einfach mit dem Brief ziehen lassen. Das wäre ja auf mich zurückgefallen, wenn sie einen Hof ausrauben und von mir freies Geleit bekommen haben. Deshalb wollte ich sie ja unter meiner Aufsicht hierher bringen. Damit dass ihnen keiner etwas tut, aber sie auch keinem etwas antun können. Das ist nur leider sehr sehr schief gelaufen. Was einige von ihnen und beinahe mich das Leben gekostet hätte.“ sie atmete noch einmal tief durch. „ihr fragt mich, wozu Ritter gut sind, auf deren Wort man nicht trauen kann. Man kann auf mein Wort trauen, denn hätte ich es ihnen schriftlich versichert und sie hätten das freie Geleit missbraucht, was sie wollten, wäre mein Wort nichts wert gewesen. So konnte ich es ihnen nicht versichern, wollte sie aber sicher vor den Rat bringen, obwohl es Freischärler und Banditen sind. Leider kam es stattdessen zum Kampf und dem Meuchelangriff durch die Bande, weil sie sich nicht festnehmen lassen wollten.“ sie machte wieder eine Pause, um Atem zu holen. Inzwischen war sie ruhiger geworden. „Ihr fragt,
Wozu sind Ritter gut? Ohne bräuchte die Armee viel mehr Gardisten, um die Grenzwälder sicher zu halten. Sie bräuchte mehr Richter um kleine Sachen zu verhandeln und mehr Verwaltungsmitarbeiter um die Steuern einzutreiben, die von den Gütern der Ritter kommen. Ich denke, der Nutzen für das Imperium, Ritter zu haben ist größer als sie nicht zu haben. Und zwei Fälle, die noch dazu zusammen hängen, sind kein Urteil über den Stand. Ihr fragt mich, was Ihr mit uns tun sollt. Bringt diejenigen vor Gericht, denen Ihr Fehlverhalten vorwerft. Lasst also den hohen Rat entscheiden, wenn dieser meint, dass es der offiziellen Gerichtsverhandlung bedürfe oder hört euch alles von den direkten Zeugen und entscheidet ohne Gerichtsverhandlung. Keiner hat einen solch hohen Ruf wie der Hohe Rat. Daher bin ich hier. Ich vertraue Eurem Urteil, so wie das ganze Reich es tut. Und wenn der Hohe Rat sagt, dass ein paar Freischärler versucht haben, sich von imperialen Rittern ein Geleit erschleichen wollten, um zu morden und brandschatzen, so ist das das Urteil des Rates. Wenn ein Ritter angeklagt wird, entgegen seinem Wort angegriffen oder das Herdfeuer verletzt zu haben. So ist das das Urteil des Rates.“ sie seufzte. -
Dorothea überlegte, was wohl auch politisch unter angemessen fallen könnte. Möglicherweise könnte eine Queste eine angemessene Antwort sein? Für den Tempel, gegen den sie mit dem Herdfeuer übel verstoßen hatte um dort Abbitte zu leisten? Oder die Freischärler der Waldallianz finden und nach Karan bringen? Das könnte allerdings nicht besonders gut klappen. Ob sie jemand davon lebend nach Karan bringen konnte, bezweifelte sie.
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„Ich bin nicht ganz sicher, was Ihr meint. Ihr habt nicht gerade vorgeschlagen, dass ich der Waldallianz dich hätte freies Geleit schriftlich zusichern sollen, weil sie, wenn sie dann doch sagen wir ein Dorf ausrauben, von den dortigen Bürgern entsprechend erschlagen werden würden, oder?“ sie kratzte sich am Kopf. „Ich habe das sicher falsch verstanden, denn ich sah meinen Sinn als Ritterin schon darin, die Bevölkerung vor Gefahren zu bewahren, seien es Trolle, Goblins oder Räuber. Und dabei gerecht zu sein. Was in dem Sinne leider auch Aussagen gegenüber anderer Ritter oder Adlige beinhaltet. Gerecht zu sein manchmal ein bisschen schwerer ist, als erwartet. Ich wollte den Freischärlern, so verrufen sie sind, barmherzig sein und ihnen ebenfalls zu Gerechtigkeit verhelfen, auch weil sie damals Alrik das Leben retteten. Aber ich wollte mich nicht hintergehen lassen und schuld sein, dass durch meinem Freibrief Bürger des Imperiums in Gefahr geraten. Daher wollte ich sie festsetzen und mit ihnen unter Aufsicht nach Karan reisen. Das ist leider erheblich schief gegangen.“ sie schaute ihn an. „Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind immer meine Leitlinien gewesen. Um diese bitte ich euch.“
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Dorothea war sich gerade nicht sicher, ob sie sich nicht noch tiefer in die Scheisse geritten hatte. Darin war sie ja nun wirklich Expertin. Politik und gute Reden waren so gar nicht ihre Stärke. Sie versuchte zwar, ausgleichend zu sein, aber war einfach oft zu ehrlich. Was ja der Grund dafür war, dass die lieber fahrende Ritterin war und eben nicht mächtig mit den Familien ihrer Heimat. Wie oft hatte sie das von ihrer Mutter hören müssen, dass sie einfach kein Gespür für die Fäden im Hintergrund hatte und kein Gespür, wie man Macht ausübt oder lenkt. Eine Enttäuschung für ihre Vorfahren. Dorothea war einfach grundehrlich, wenn auch das eine oder andere Geschehen seine Spuren hinterlassen hatte. Wort brechen und Leute umbringen war falsch. Das Wort von Leuten erschleichen, um dann in diesem Schutz Leute umzubringen oder zu berauben war falsch. Und dann noch der Herdfrieden. Was für ein Schlamassel.
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„Ich gebe zu, das klingt alles nicht so gut.weshalb ich ja auch hergekommen bin, damit Ihr die Vorkommnisse direkt von mir hört. Ich stehe zu meinen Fehltritten. Aber, die Freischärler waren diejenigen die ihr Wort gebrochen und das freie Geleit zu Mördertaten und Brandschatzen missbrauchen wollten. Das konnte ich ja so nicht durchgehen lassen. Weshalb wir den Brief eben nicht angefertigt haben. Den Bruch des Herdfriedens habe ich leider mit zu verantworten, weil ich mit am Handgemenge beteiligt war, wenngleich ich es nicht begonnen habe sondern verkündet, dass sie unter unserer Bewachung nach Karan gehen können.“
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sie lehnte sich zurück. Endlich war es raus. „Keine besonders rühmliche Geschichte, leider.. Auch mir könnte man Wortbruch vorwerfen. Ich wollte das Schreiben aufsetzen für freies Geleit zum Gericht in Karan. Doch dann kam heraus, dass sie uns hintergehen wollten, so dass es zu diesem Schreiben nie kam.“
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“Ja, wie gesagt, das Schriftstück entstand, weil Raphael und ich Alriks Aussage für sehr plausibel hielten. Außerdem ist Alrik ja nicht irgendwer, sondern wird von Erzmagister Likuit protegiert, und auch mir hat er schon durch seine Heilkunst den Hintern gerettet. Ich habe ihn bei gemeinsamen Begegnungen immer als ernsthaften und zuverlässigen Menschen kennengelernt.“ sie machte eine kurze Pause und sah ihr Gegenüber direkt an, um ihre Aussage zu betonen. „Ich bin daher wirklich der Überzeugung, dass er Recht hat. Nur direkt gehört habe ich es nicht.“ Dann wurde ihr Blick wieder etwas abwesender, als sie sich erinnerte und weitersprach. „Nun, wo war ich, ach ja, wir übergaben das Schriftstück und erhielten Alrik zurück. Aber nun kam der Anführer mit den nächsten Wünschen. Er meinte, was noch nachvollziehbar war, dass er ja niemals heil nach Karan käme. Wobei ich das Schreiben ja dafür gedacht hatte, sondern dass er ein freies Geleit schriftlich versichert haben wolle. hin und zurück. Für den Weg hin konnte ich das, wie gesagt nachvollziehen, für zurück wollte ich das so nicht ausstellen, denn ich fand es erstmal nur gut, wenn sich diese Bande nach Karan vor ein Gericht begibt. Alles weitere ist dann Sache des Gerichts. Dafür konnten wir ja keinerlei Zusagen geben. Dennoch zogen wir uns zum Schreiben und Zeit schinden wieder ins Haus zurück, wohingegen es sich die Freischärler sich mir Alrik, der Zwergin, Chariva und ich glaube auch Kendarik in der Grillhütte gemütlich machten. Dort hatte die Zwergin auch den Schutz des Herdfeuers versprochen, was wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht wussten. Während wir überlegten, wie man ein Schriftstück für ein freies Geleit zum Gericht nach Karan am Besten formuliert, kam Chariva ins Haus und sagte uns, dass sich die Freischärler offenbar über uns lustig machten und wie sie mit einem Schreiben über freies Geleit auf dem Wege nach Karan Verbrechen begehen würden. Daraufhin entschieden wir beide, dass wir ihnen kein Schreiben ausstellen sondern sie feststetzen und unter Bewachung zum Gericht bringen wollten. Dann könnten sie ihre Anklage erheben, aber sich auch selbst verantworten. Wir zogen nun also los, der Rest der Gruppen unserer Seite waren immer noch nicht da, aber es reichte uns. Leider sprach Raphael, da wir in der Unterzahl waren, noch zwei Reisende um Hilfe an, was sich als Fehler herausstellen sollte. Wir gingen in die Hütte, mit Papier in der Hand, aber eben keinem solchen Schreiben, und ich fuhr die Bande, an, dass sie uns offensichtlich betrügen wollten und das freie Geleit für Verbrechen missbrauchen wollten. Und dass wir sie festsetzen und gefangen nach Karan mitnehmen, wo sie ihr Anliegen vortragen können. Gleichzeitig rief die Zwergin, dass sie unter dem Schutz des Herdfeuers stehen, dass man hier nicht kämpfen dürfe und Raphael gab dem Anführer ein Papier hinüber und griff ihn an. Es gab sogleich ein Kampfgetümmel. Der Anführer ging getroffen zu Boden, der letzte Überlebende von vor zwei Jahren griff Alrik, versuchte, mit dem Dolch direkt in Alriks Bauch oder Brust zu stechen, kam aber nicht weit, da Chariva ihn mit einem kleinen Dolch zuvorkam und so statt dessen der Bandit starb und Alrik lebte. Ich schlug mit dem Schwert nach einem weiteren Freischärler, der neben dem Hauptmann war. Die Zwergin beschwerte sich lautstark und zu Recht, dass der Frieden des Herdfeuers gebrochen war. Ich glaube, sie heilte dann auch den Hauptmann. Ich hatte plötzlich einen Dolch an der Kehle, denn die beiden ‚Reisenden‘ gehörten zu der Bande. Der Bandit wollte mich als Geisel rückwärts aus der Hütte mit rausnehmen und seinen Hauptmann freipressen. Chariva reagierte schnell und versuchte mich zu retten, auch Kendarik stand links neben ihm zum Eingreifen, doch der Bandit schnitt mir die Kehle durch. Als ich wieder zu mir kam, waren der Hauptmann der Banditen und mein Beinahemörder entkommen. Der Rest der Bande lag tot in der Hütte und Kendarik hatte zum Glück sehr schnell reagiert und meine Wunde geheilt. Die Narbe kann man aber noch gut sehen.“ Sie hob ihr Kinn an und zeigte euch ihren Hals. An der linken Seite war eine deutliche Narbe zu sehen.
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“Nein, ich kann nicht persönlich versichern, dass es das Versprechen auf freies Geleit gab, wenn die Geisel, nämlich Alric Sturmbrecher, freigelassen wird. Die ganze Gruppe war ziemlich langgestreckt, wir hatten auch vorher häufiger Angriffe von der Seite und hinten in Hit-and Run-Taktik erlebt, Ich befand mich hinten, um den Tross vor genau diesen Angriffen zu schützen, und war ehrlich gesagt, auch schon etwas mitgenommen. Dort bekam ich zwar mit, dass verhandelt wurde, und die Geisel frei kam und dann eben in der langestreckten Gruppe weiter nach hinten zu den Heilern befördert wurde. Und dass wir einige Zeit später wegen einem Schrein in dem Lager der Waldallianz doch Angriffen, um diesen zu zerstören. Für die Worte von Sir Cathair kann ich leider keine Hand ins Feuer legen, weil ich diese nicht gehört habe. Aber der Zeitablauf macht die Aussage von Alric, der das deutlich näher miterlebt hat, dass das Versprechen gebrochen wurde, durchaus plausibel. Andererseits kann ich ja nun aus eigenem erleben sagen, wie schnell eine Aussicht auf freies Geleit aus dem Ruder läuft. Aber soweit ich es mitbekommen habe, haben wir angegriffen und nicht auf Angriffe reagiert. Es wurde auf jeden Fall überlegt, ob man wegen dem Schrein nicht eben doch angreifen müsse, was dann auch getan wurde. Alric sollte aber bereits auf dem Weg hierher sein, so dass Ihr ihn sicher genauer dazu befragen könnt. Er befand sich ja direkt in dem Lager neben den Verhandlungen.“.
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“Das dachte ich mir, dass das der für euch interessante Teil ist. Und genau daher bin ich ja hergekommen. Ich nehme an, dass ihr das Schriftstück habt, dass Raphael und ich geschrieben haben. Es geschah an dem Samstag Nachmittag. Einige waren unterwegs, um noch Material zu erhalten, das wir zu der Geistergeschichte brauchten, die Gruppe, die mit dem Giftanschlag zu tun hatte, bzw. Sich von Baldigur hinters Licht hatte führen lassen, hatte sich teilweise zur Ruhe begeben, teilweise waren sie wohl unterwegs. Statt dessen waren ein paar neue Gäste gekommen, zwei Bardinnen mit Begleitung und ein undurchsichtiges Paar. Die Begleitung der Bardin warnte noch, dass bewaffnete Leute in der Nähe seinen. Kurze Zeit später kamen einige bewaffnete und gerüstete Leute auf den Hof, begleitet von 2 weiteren, von denen einer eine Armbrust trug, die oberhalb auf der Straße blieben. Einige trugen einen Wappenlappen, der auf die Waldallianz hinwies, der Anführer trug nur ein Kettenhemd, ohne eine Kennzeichnung. Er forderte den Kopf von Sir Cathair oder 1000 Morgen Land, weil Cathair ein Mörder sei. mir war klar, dass es um den Vorfall von vor 2 oder drei Jahren gehen musste. Ich sagte ihm, das das eine schwere Anschuldigung sei, aber das nicht von uns sondern vor einem Hochgericht vorgetragen werden müsse und dass er von uns gewiss weder Kopf noch Land kriegen werde. Wenn er Anschuldigungen habe, solle er sie in Karan vor dem Gericht vortragen. Es entspann sich eine hitzige Diskussion, bei der er seine Vorwürfe genauer nannte, nämlich dass Cathair ihnen freies Geleit versprochen habe aber dann ohne einen ersichtlichen Grund, nachdem sie getan hatten, was er wollte ( nämlich den Gefangenen Alric herausgegeben hatte) das Lager niedermetzeln ließ. Es gab nur einen Überlebenden, der nun auch hier sei. Und der Gardist Alric, der ebenfalls Zeuge war, war bei uns und bestätigte dies. Ebenso bestätigte er, dass er von der Waldallianz damals verletzt gefunden und aufgepäppelt worden war. Sie hätten ihm kein Leid angetan. Ich betonte, dass das nicht in meine Gerichtsbarkeit falle und sie das in Karan vor einem Hochgericht vortragen müssten. Ich war damals bei dem Angriff dabei, aber hatte nach hinten abgesichert, weil ich bereits verletzt war, und die Verhandlungen, dass der Paladin Sir Cathair freies Geleit mit seinem Wort versprochen hatte, dafür dass sie den imperialen Bürger rausgeben. Ich weiß, dass es ein paar Verzögerungen gab, dann einen verletzte Geisel und schließlich einen Angriff um die Freiscärler zu töten und einen Schrein zu erobern. Da ich Alric aber seit dem schon häufiger erlebt hatte und er mich auch ein paar mal zusammengeflickt hatte, und er die Anschuldigungen des Anführers bestätigte, war ich entsetzt, dass ein Paladin so etwas getan haben sollte. Daher unterstützte und unterstütze ich, dass der Fall untersucht werden solle. Wir kamen überein, dass ich und Rafael ihnen das schriftlich mitgeben, damit sie sich an Karan wenden konnten. Sie wollten darüber nachdenken und abziehen, um in einer halben Stunde wiederzukommen aber Alric mitnehmen. Ich ging davon aus, dass wir nun doch kämpfen, auch wenn wir in der Unterzahl waren und wollte ihnen keinesfalls einen imperialen Bürger überlassen. Aber Alric selbst sagte, er wolle mitgehen, weil er nicht von einer Gefahr durch die Gestalten ausging. Sie hätten ihn ja damals auch gut behandelt. Also ließ ich sie ziehen. Rafael und ich setzten jenes Schriftstück aus, dass Euch vermutlich vorliegt. Wir hofften, dass wir damit einerseits ein wenig Zeit gewinnen, so dass die anderen bis dahin zurück sind und ich war und bin der Meinung, dass ein solcher Fall in der Tat untersucht werden solle. Ich glaube, Rafael erging es ähnlich. So viel also erstmal zu dem Schriftstück und wie es dazu kam. Habt ihr dazu Rückfragen?”
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Ihr Gegenüber blieb reglos bei ihrer kurzen Pause. Aber hatte sie eine kleine Regung an den Augen gesehen? Egal. „ihr wisst sicher, dass wir zur Jagd eingeladen auf Fulcrums Hütte im Süden in den Grenzlanden waren. Dort stellten wir merkwürdige Dinge fest, die mit der Vergangenheit des Hauses zu tun hatten, dabei begegneten wir nem Geist. Und offensichtlich hat dieser vermaledeite Baldigur Kugelrund versucht, mehr oder weniger unwissende Händler zu nutzen, um einen Giftanschlag auf die Seherin der Frosttaler zu verüben. Das ist glücklicherweise gescheitert, sorgte aber für viel Unfrieden zwischen den Höndlern, insbesondere einem Waldläufer, der sie begleitete, und uns Ankoragahnern. Das ist insofern wichtig, dass man zwischendurch nicht wirklich auf ihre Hilfe vertrauen konnte. Des Weiteren hatten wir noch Ärger mit Trollen und deren Begleiterscheinungen. Nun ja, der Part, der Euch interessiert, begann am zweiten Tag. Oder möchtet Ihr noch Einzelheiten zu den anderen Dingen wissen?“