"Ach hättet Ihr sie nur begleitet."
Er atmete tief durch.
"Genau die Gedanken sind es, die ich von ... Rittern ... Adeligen und allgemein unseren Beamten und Offitzieren erwarte. Wenn ich dem Gegenüber nicht vertrauen kann, dann muss ich den überwachen und wie ihr richtig gedacht habt, dann begleiten."
Er nahm einen Schluck, schaute nach oben udn dachte nach.
"Und so ... erregt, wenn ich das sagen darf, wie Eure Worte gerade sind, weil Ihr euch angegriffen gefühlt habt ... so stellt euch einen Bürger vor, der diese geschicht nur hört. Wie soll der entschieden, welcher der drei Ritter korrekt und welcher nicht korrekt gehandelt hat."
Er schaute ihr tief in die Augen.
"Was macht, nicht für mich oder das Gericht, den Unterschied aus, wenn man nur die Geschichte der zwei Vorkommnisse hört?"
Er ließ die Worte wirken.
"Wir haben Euch nicht umsonst das Lehen zukommen lassen. Wir haben uns über Euch erkundigt und an Eurer Tapferkeit gibt es keinen Zweifel, das kann ich Euch versichern. Nur seid Ihr nicht nur ein Offizier, der im Krieg Soldaten führt oder die grenze bewacht. Ihr könntet auch einem Gericht vorsitzen und da kommt es eben nciht auf Tapferkeit an, sondern auf Vertrauen und Leumund."
Er nickte, hoffte vielleicht eine kleine Rückmeldung in ihrer Mimik zu erhaschen.
"Und der Punkt das vor Gericht zu bringen, ist wichtig. Denn ob Adel oder Pöbel, Ritter oder Räuber, das Gesetz gilt für alle, nicht immer gleich, aber es gilt. Und ein paar Prizipien, wie die Verlässlichkeit auf Vereinbarungen mit AnkoraGahn sind die Grundlage unseren Handels. Wir sind nciht die Guten oder Bösen, wir sind verlässlich und vertrauensvolle und rechtschaffenene Vertragspartner.
Man kann sich darauf verlassen, dass wir Orks und untotes Gezücht verfolgen. Man kann sich darauf verlassen, dass es hier keine Sklaverei gibt, aber Vereinbarungen muss man einhalten und manchmal muss man auch einen Konflikt mit jemandem beilegen, den man nicht schätzt."
Er blickte zu einer Karte an der Wand.
Dann schaute er wieder zu Frau von Spenge:
"Und nun komme ich nochmal auf die eingangs gestellte Frage zurück und ich meine hiermit nicht nur den letzten Vorfall.
Was soll ich mit unserer Ritterschaft machen?
Wie kann ich sicherstellen, dass Ritter, wie Ihr, die richtige Entscheidung treffen, ihr Wort halten und ... wenn etwas scheif läuft, so wie Ihr hier, die Verantwortung übernehmen.
Denn wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, dan ist es zu spät und dafür haben wir nun zwei Beispiele. Und ... ich möchte keine weiteren."
Er lehnte isch erwartungvoll zurück, lächelte milde und legte die Fingerspitzen zusammen.