Posts by Frostie

    Johanna schien sich von der Reaktion nicht tangieren zu lassen.


    "Ohhhh! Tanz! Wie wundervoll! Tanzen ist total förderlich für systemische Ungleichgewichte und muskuläre Defizite! Isabella! Desideria, kommt mal schnell her! Wir haben jetzt eine Tanzdozentin!!


    Zwei exakte Kopien von Johanna erschienen im Türrahmen. Genau die gleiche Haarfarbe, exakt dieselben Augen, sogar vereinzelte Sommersprossen schienen an derselben Stelle zu sein. jetzt strahlten Wandervogel drei paar grüne Kulleraugen Wandervogel hinter her und sie hörte ein aufgeregtes Tuscheln.


    An Ihrem Quartier vorbei kamen noch sechs weitere Türen, je drei pro Seite die genau wie ihre aussahen bevor der Gang in einem Treppenabgang endete.

    "Hallo! Äh..ich bin Johanna! Ich lerne hier Intramuskuläre Toleranzfluktuationen und Erweiterte Gefäßkunde! Äh..ja, das sind Gästequartiere, In der anderen Richtung ist der Vivisektionssaal. Was studierst Du denn hier? Ist das nicht toll das wir hier sein dürfen???

    Einen Tag später unterm Eis sah die Lage schon erfreulicher aus. Er hatte ein anderes Jagdrudel in der Ferne gesehen, die Jäger versuchten offenbar eine Höhlenspinne einzukreisen und er wünschte ihnen alles Glück, die Aufgabe war schwer genug. Etwas später kam ihm ein anders Rudel direkt entgegen. In den Warmlanden war es immer ein zwiespältiges Gefühl wenn einem eine Gruppe Fremder entgegen kam aber nicht hier. im Land aus Eis waren Menschen immer Brüder und Schwestern und er freute sich das Rudel zu sehen.


    Er gab ein Handzeichen das "Sprechen" bedeutete und zog in einer Seitenspalte unter, in Jagdgründen traf man sich nicht zum reden mitten im Offenen, das vertrieb nur Beute und lockte größere Jäger an. Bis die Jäger heran waren hatte er schon ein kleines Feuer aus trockenem Torf entfacht und das Rudel setzte sich im Hocksitz dazu. Er war als Einzeljäger unterwegs also war es an ihm den Anfang zu machen.


    "Hallo Brüder, schön das ich Euch treffe. Fulcrum Alarich Gletscherherz, erster Jäger vom Rudel Hewlanôsh. Was gibt es neues in Richtung Heimat?"


    Das Rudel bestand aus elf kräftigen jungen Burschen, er würde sagen um die Sechzehn Stürme alt, fast alle trugen schon Narben. Das waren keine Jungs mehr sondern bereits harte und verbissene Jäger. der einzige ohne jede sichtbare Narbe entpuppte sich als deren erster Jäger und Fulcrum musste schmunzeln, der Mann schien eine gute Deckung zu haben, zumindest im Vergleich zu seinen Jägern.


    "Grüß Dich ...ehrenwerter Bruder. Wir sind das Rudel Nochnyye Glaza, die Nachtaugen. Ich bin der erste Jäger Grigori Rastahan Schnellspeer. Wir kommen aus Richtung der Stadt und gehen auf Gletscherwürmer. Wir bitten um Aufnahme an Deinem Feuer."


    Interessant. Grigori war unsicher ob Fulcrums Alter und des Kriegsnamens und hatte das Gefühl das eine einfache Anrede irgendwie unangemessen wäre und so wurde aus Bruder Fulcrum der "Ehrenwerte" Bruder Fulcrum. Ein bisschen , niedlich, sofern man einen hundert Stein schweren Eisjäger denn niedlich finden konnte. Fulcrum mochte den Mann jetzt schon. Sie wollten junge Gletscherwürmer jagen, das war eine gefährliche Beute, aber brachte sehr viel Fleisch und Fett wenn man denn erfolgreich war. Grigori war aus der Blutlinie des Rastahan und damit von namhaften Blut genau wie Fulcrum aus der Blutlinie des Alarich. Er kannte die Zwänge des Blutes gut, es wurde erwartet das Du immer und überall das beste brachtest, nicht wenige Jäger sind am Namen ihrer Blutlinie zerbrochen und nicht an den Zähne eines Raubtieres. Er hatte den Jagdnamen Schnellspeer und der brauchte nicht übersetz werden, er war ziemlich sicher der agilste und schnellste Kämpfer in seinem Rudel und einige der Narben in den Gesichtern seiner Jäger würden von ihm selber stammen.


    "Gerne, setzt euch an die Wärme und erzählt mir was es zu beachten gibt in Richtung Stadt, ich will dorthin. Und habt Ihr schon Köder für die Gletscherwurmjagd?"


    Grigori wies mit der Hand nach hinten zu drei schweren Schleppschlitten mit Robbenfleisch. "Ja, wir haben reichlich Köder besorgen können, aber zu wenig Speere, da werden wir uns noch etwas einfallen lassen müssen. Der Weg zur Stadt von hier aus ist recht ruhig wenn Du unseren Spuren zurück folgst, ein Schneelaurernest haben wir heute morgen weg gemacht und die Spinnen sind derzeit gen Bruchkannte beschäftigt, Rudel Sosulka ist am Spinnenjagen und treibt sie vor sich her."


    Fulcrum nickte, das waren dann wohl die Jäger die er früher gesehen hatte. Das Problem mit den fehlenden Speeren beschäftigte ihn. Man brauchte Speere um einen jungen Gletscherwurm damit in die Enge zu treiben. War er einmal eingekreist ging es daran sich mit Sägeklingen durch die enorme und zähe Speckschicht zu arbeiten um an die verwundbaren Organe dahinter zu kommen und ihn töten zu können. Dabei musste man ungemein aufpassen nicht in zwei Teile gebissen oder von dem dicken Viech platt gewalzt zu werden, denn das dauerte eine Weile. Hm....Und wenn man die übliche Taktik änderte? Er kramte in seinem Gepäck herum und breitete das jüngst erworbene Höhlenspinnennetz aus.


    "Schau mal was ich hier habe. Das ist von einer Höhlenspinne und frisch gefettet deswegen klebts nicht mehr, ist aber immer noch praktisch unzerreissbar. Wenn Ihr das an einem ordentlichen Eisblock festmacht und es dem Wurm über den Kopf werfen oder schieben könnt dann verhakt der sich mit seinen zackigen Hauern ziemlich sicher darin. Dann wär er so festgepinnt wie ihr ihn braucht. Ich will direkt in die Stadt und weiß nicht ob ich auf dem Weg noch Beute finde. Lasst mir einen von den Schlitten mit dem Robbenfleisch und Ihr könnt das Netz haben. Die anderen beiden Schlitten reichen immer noch als Köder für drei Würmer oder mehr."


    Neugierig wurde das Netz befühlt und getestet, ein paar Jäger zogen und zerrten daran aber die dicke Spinnenseide gab kein Stück nach. Dann steckten sie die Köpfe zusammen und berieten über das Angebot. Danach wurde noch ein bisschen gefeilscht und Fulcrum gab seinen Speer dazu, er glaubte nicht das er den bis zur Stadt noch brauchen würde, und einen Beutel Salz und bekam dafür noch ein paar schöne Schneelaurerfelle die nur noch gegerbt werden mussten.


    Zufrieden machten sich alsdann das Rudel der Nachtaugen und der Jäger Fulcrum auf ihre Wege nachdem sie sich Glück gewünscht hatten. Fulcrum hatte eine Beute die einem ersten Jäger angemessen war und das Rudel eine Möglichkeit einen Wurm zu fangen ohne dabei Jäger zu verlieren wenn alles gut lief. Diese Beute hatte Fulcrum zwar durch Tausch erhalten aber das war nach den Regeln der Jagd selten aber zulässig. Er hatte Beute und das Rudel konnte durch den Tausch nochmal reiche Beute erringen, die Gesamtmenge an Beute würde also steigen und nur das zählte.


    Gut gelaunt stemmte sich Fulcrum in das Brustgeschirr, es musste ja auch mal gute Tage geben.

    Es scheint sich um eine schöne Blau Glasperle mit feinen goldenen Pünktchen zu handeln die mittels einer Nadel aus einer Goldlegierung wie eine Brosche befestigt werden konnte. Abgesehen davon das es nach einer recht feinen Arbeit aussieht ist nichts weiter an dieser Nadel zu entdecken.

    War ja wieder eine der besten Ideen gewesen die er so gehabt hatte.


    Frustriert ruckte er an dem dicken Strang Spinnenseide an dem er hing. Einer der Tunnel hatte nach Beute gerochen, aber leider war die "Beute" selber auf Beute aus und er war einer Fallgrubenspinne in die..naja..Fallgrube gegangen. Durch eine dünne geforene Platte aus etwas das er für Eis gehalten hatte, das aber Spinnenspeichel war gebrochen, war er in ein Trichternetz aus sehr haltbarer und recht klebriger Spinnenseide gefallen. Jetzt hing er hier zum ablagern bis die vielbeinige Besitzerin mal wieder vorbeikam um diese Falle zu kontrollieren. Das konnte in zwei Mondläufen passieren oder auch jetzt gleich.


    Na gut, irgendwie musste er hier raus. Gut das diese Falle für Tiere recht tödlich aber für einen Menschen mit der richtigen Ausrüstung lösbar war. Wenn die Hausdame ihm noch etwas Zeit lies würde er hier rauskommen.


    Zuerst musste Feuer her. Die Spinnenseide war so zugzäh wie Stahl aber brannte wie Zunder. Er zog seine Hände aus den Handschuhen die an der Seide klebten und drehte sich langsam zur Seite. Draußen wäre es nicht möglich gewesen die Pelzkleidung auszuziehen aber hier unten war es deutlich wärmer als oben im stetigen Wind. Der Rucksack hing natürlich auch im Netz aber dafür sein Rücken nicht. Er zog das schwarze Jagdmesser und schnitt einfach die Träger durch, die konnte er später wieder flicken. Jetzt drehte er sich so weit es ging zur anderen Seite und schnitt die Rückenseite des Rucksacks auf. Ein bisschen herumwühlen brachte eine Fettfackel und die Zunderbüchse zu Tage. Jetzt würde er auf seine Bauch Feuer schlagen müssen um die Fackel zu entzünden....das war mal was neues. Ein paar Versuche später erwies sich das Vorhaben als komplizierter als er dachte, aufgrund der dicken Kleidungschichten konnte er nicht genau sehen was er tat und sah nicht wenn ein Funke anfing zu glimmen. Er hatte sich schon ein Loch in den Bart gebrannt, Ursun zum Dank war er kein Zwerg, dann wäre das eine nahezu tödliche Verwundung gewesen. Frustriert hantierte er weiter, irgendwann musste das doch was werden..?


    Eine gefühlte Ewigkeit später roch es plötzlich nach versengten Haaren, EDNLICH! Er hielt die Fackel in das Flämmchen damit das Fett antauen und Feuer fangen konnte während er hoffte das sein eingefettetes Leder kein Feuer fangen würde. Irgendwann fing die Fackel langsam an zu brennen, er hielt sie schräg damit das Feuer erst richtig Fuß fassen konnte, die Zeit war jetzt auch noch.


    Jetzt galt es umsichtig zu planen bevor es weiterging. Der Boden war etwa drei Schritt unter ihm und sah einigermaßen weich aus. Aber wenn er erstmal unten war würde er an die Sachen im Netzt nicht mehr dran kommen. als erstes musste also alles andere runter, Vorsichtig flämmte er die Stränge durch die an dem Rucksack klebten bis dieser sich auf den Weg nach unten machte. Dann die Handschuhe. Jetzt fehlte nur noch er, aber gab es keine Möglichkeit aus dieser Situation noch etwas heraus zu holen..? Er betrachtete die Aufhängpunkte des Netzes. Wenn er die durchbrannte würde das ganze Netz mit ihm fallen und er hatte da eine Idee wie man das noch würde benutzen können!


    Also gesagt getan, erst die zwei rechten Punkte durchbrennen, dann den linken und dann sofort zusammenrollen damit der Sturz ihm nicht die Luft nahm oder er gar auf den Kopf fiel. *Ratsch* und schon war er auf dem Weg nach unten. Der Aufrprall war verkraftbar und er bleib erstmal reglos liegen und lauschte. Bisher nix zu hören also genug auf der faulen Haut gelegen. Aus dem Rucksack nahm er die Dose mit Robbenfett das eigentlich zum eincremen gedacht war und fing an die Stränge des Netzes gründlich einzufetten. Nach und nach verloren diese so ihre Klebrigkeit und mit ein bisschen Gefuckel konnte er die Stränge so sogar von seiner Kleidung lösen.


    Immerhin, wenn er jetzt den Rucksack geflickt hatte dann war er im Besitz eines quasi unzerreißbaren Netztes , das war bestimmt noch für irgendwas gut. Jetzt aber nix wie weg bevor die Hausherrin sich sehen ließ...

    Die Räumlichkeiten im Roßturm waren..großzügig. Jeder hatte ein eigenes Zimmer mit Bett und Wandevogel sogar einen eigenen Vorraum mit Ankleidemöglichkeit. Nebenbei hatte sie mitbekommen das im Roßtum die Heiler, Bader, Ärzte. Apotheker und Feldschere der Akademie ausgebildet wurden, sie argwöhnte das dies Absicht war, die hiesigen Bewohner waren weitesgehend unmagisch und ebenso die Art der Ausbildung die hier stattfand.


    Nach dem man ihnen die Räumlichkeiten gezeigt hatte und das Gepäck verräumt worden war hatte man Die Reisenden erstmal alleine gelassen damit sie sich aklimatisieren konnten, Bis zum Abendeseen waren es noch ein paar Stunden und solange war nichts weiter geplant. In Wandervogels Zimmer lag ein Umschlag auf dem Tisch der die besagte blaue Anstecknadel enthielt von der Magister Schattenhand gesprochen hatte.

    Schattenhand nickte.


    "Auch. Außerdem löst sie eine Warnung aus wenn Ihr Euch einem Bereich nähert der unangebracht wäre. "


    Er deutet auf den großen Turm im Zentrum der Akademie.


    "Wo wir darüber gerade sprechen, das da ist Valen´s Turm. Der freundliche Genosse unten an der Tür ist Grollhammer der Obsidiangolem. Der ist hauptsächlich dekorativ, versucht einfach nicht in den Turm hineinzugehen und er bleibt es auch. In dem Turm ist sowieso nichts das Ihr erleben möchtet. Hach, das klingt alles so gefährlich, aber so sind sie eben die Magierakademien. Dafür gibt es hier auch drei Tanzsäle, und ich bin sicher einige der Adeptinnen sind ganz wild auf Euer Angebot. Bei den männlichen Absolventen bin ich mir da weniger sicher, aber ein bbisschen Bewegung tut denen mal ganz gut!"

    Magister Schattenhand winkte beschwichtigend ab.


    "ist keine große Sache, wir haben auch ein Kollegium für Antmagie hier ansässig, Ihr seid also wissen die Götter nicht alleine mit dieser Sonderstellung und auch lange nicht die stärkste Ausprägung. Es gibt nur Bereiche die Ihr nicht betreten solltet um die Abläufe hier nicht ins kullern zu bringen. Außerdem gibt es eine blaue Anstecknadel die hier noch ein paar Leute tragen, davon werde ich Euch eine besorgen. Die hilft dabei gewisse Kraftprinzipien getrennt zu halten."

    Ein einfacher gekleiderter Junge, offenbar eine Art Novize brache eine Nachricht vorbei die Magister Schattenhand rasch überflog.


    "Aha...ahja...Ach? Das ist ja interessant...."


    Er betrachtete Wandervogel interessiert von oben bis unten.


    "Nun Verehrteste..es scheint als müssten wir noch ein paar Dinge besprechen bevor ihr Euch frei in der Akademie bewegen könnt..zu unser aller Sicherheit."

    Magister Schattenhand verbeugte sich höflich vor dem Erzmagister und dem Ratsherren,


    "Gut das Ihr kommt, wir besprachen gerade die gewünschte Unterbringung der Gäste.....wären die Gästezimmer im Roßturm angemessen..?"

    Das war eindeutig ein Thema über das der Ratsherr nicht gerne reden wollte. Er brummelte sich etwas in den Bart und entschuldigte sich mit der Begründung er müsse noch zum Quartiermagus und Zimmer besorgen...


    Das Tor der eigentlichen Akademie die sich innerhalb des Festungsrings befand war ebenfalls eindrucksvoll aber eher das einer Akademie und nicht einer Burg. Das Akademiewappen prankte auf beiden Torflügeln und führte in das recht opulent gestaltete Anwesen das ebenfalls über vier Türme im Karree, mit bewohnten Flügeln dazwischen und einem düster dräuenden Turm in der Mitte des ganzen.


    Als erstes fiel Wandevogel eine große, etwas klobig wirkende schwarze Gestalt vor dem Eingang des Mittelturms auf. Gemessen an der Entfernung musste der Geselle irgenwas um die drei bis vier Schritt hoch sein und bestand geschätzt aus Stein. Das er keine Statue war bewies sich dadurch das der kotzige Kopf mit einem leuchtenden roten Auge versehen war und sich langsam hin und her bewegte.


    Zwischen den Türmen bewegten sich recht unbesorgte Adepten und Studenten, es schien mehrere Studienbereiche zu geben, das waren eindeutig nicht nur Zauberer die hier rumrannten. Der Turm zur linken hatte auf der Innenseite ein aufwändig ausgearbeitetes aufsteigendes Ross eingearbeitet.


    Ein Bediensterter nahm sich der Tiere an und führte selbige in Stallungen zur rechten Hand.


    Ein geschäftiger Magus mit einem roten spitzen Hut wuselte heran und verbeugte sich tief.


    "Gäste! Wie Schön! Mein Name ist Imperius Schattenhand, ich habe derzeit die Aufgabe des Major Domus in diesem Bereich, womit kann ich behilflich sein..?"

    In diesem Talkessel der rundherum von hohen Bergspitzen umgeben war in denen ein geübtes Auge die eine oder andere Befestigung entdecken konnte lag die Akademie von AnkoraGahn. Der Name war einigermaßen irrfeührend fand die irritierte Wandervogel, dieses Ding sah eindeutig eher nach Festung aus als nach Akademie!


    Offenbar war ein ganzer Berg abgetragen worden um ein gewaltiges Podest von etwa 30 Schritt Höhe zu schaffen auf dem dann die Akademie erbaut worden war, Trotz des Podestes war noch ein breiter Wassergraben um selbiges angelegt worden der von einer eleganten Brücke überschwungen wurde. Wandervogel konnte nicht sagen aus was diese Brücke gemacht war oder warum dieser kühne Bogen zu halten schien aber die Brücke wankte keinen Millimeter als sie hinaufritten. Die Akademie war von einer großen Außenmauer umgeben die über Acht Wehrtürme verfügte, je einer an den Ecken des Quadrates und einer jeweils auf halber Strecke. Alles aus dicken Granitquadern gebaut die vermutlich beim abtragen des Berges entstanden waren. Auch hier fand sich ein großes Tor das mehr aus Metall als auch Holz zu bestehen schien, fest verschlossen war und vor dem sechs weitere Wachen im bereist bekannten Stil warteten. Auf den Mauern waren weitere Männer zu sehen, und auf den Wehrtürmen standen sogar Kriegsgeräte irgendwelcher Art, große Bögen mit speerartigen Geschossen und seltsamen Zahnrädern und Ketten die in den Himmel gerichtet waren.


    Ein kurzes Gespräch mit dem Ratsherren und auch dieses Tor öffnete sich. Als sie hindurch ritten wurde klar das dieses Tor einen guten Schritt dick war und offenbar mit weiteren Zahnrädern und Mechaniken bewegt wurde. Auch hier fanden sich wieder eigelegte Symbole und Zeichen in allen Mauern und Wandervogel wurde wieder ein bisschen schwindelig beim durchreiten des Tores.


    hinter dieser Außenmauer betrat man erstmal einen völlig freien leeren Ring von gut 50 Schritten breite der die eigentliche Akademie umgab, offenbar waren diese Befestigungen über die Jahre nach und nach dazugebaut worden wie die Schalen einer großen wehrhaften Zweiebel. In diesem freien Ring gab es allerdings doch das eine oder andere zu sehen, offenbar wurde dieser Bereich zu Übungszwecken benutzt und rechts vom Tor waren Gruppen der Akademiewache zu sehen die Bogen schossen oder mit dem Dreizack übten und zur linken...tja, wie sollte man das beschreiben? Hier herrschte ein recht buntes durcheinander im Vergleich zu militärischen Seite, allerlei Leute mit spitzen Hüten in unterschiedlichen Farben schienen hier ebenfalls zu üben, nur was war nicht ganz offensichtlich. Ein Paar bunte Funken flogen in die Gegend, ein leuchtender Vogel zog gerade seine Bahn über einem knenden Mann während ein paar andere sich an den Händen hielten und skandierend um ein Wasserbecken herumstanden in dem hohe Wellen umherfluteten. Am Rand rannte gerade ein hektischer Mann herum dessen Arm brannte, zwei kräftige Frauen denen das Wort "Heiler" praktisch auf die Stirn geschrieben stand versuchten ihn einzufangen während ein halbes Dutzend Novizen mit großen Augen dabeistand und zusah.

    Obwohl sie bereits im Süden AnkoraGahns waren zog sich der Weg ein ganzes Stück, erst innen am Rand der Trollberge entlang die trotz ihres Namens schon seit Jahrzehnten von imperialen Truppen enttrollt worden warenund nach zwei Tagesreisen direkt in einem scharfen Rechtsknick ins Gebirge hinein. Bisher hatten sie recht malerische Wälder gesehen in denen sich gelegentlich ein Einsiedelhof zeigte. Diese Höfe waren groß, autark, stabil befestigt und beherbergten meist mehr als eine Familie, einen eigenen Brunnen und Ländereien in den umliegenden Wäldern. Im Prinzip waren sie die Keimzelle für neue Dörfer, wenn das Land fruchtbar genug war siedelten sich wegen der imperialen Steuererleichterungen für Einsiedelhöfe oft neue Leute an und nach und nach wurde erste in Weiler und dann vielleicht ein Dorf daraus. Auf diese Wiese waren schon große Gebiete im Waldreichen Süden AnkoraGahns besiedelt worden, und die Einsiedelbauern waren gastfreundliche aber auch starke Menschen die gewohnt waren selber zurecht zu kommen und Ihre Probleme zuerst einmal alleine zu lösen.


    Beim direkten Einritt in die Trollberge in denen diese Akademie liegen sollte änderte sich das Bild. Der Weg durch die Berge war gut ausgebaut und, wo nötig, mit breiten Steinen gepflastert aber stellenweise sehr schmal und führte über ein paar gemauerte Brücken und durch einige Höhlen die direkt in den Fels geschnitten worden waren. Einige dieser Höhlen wiesen Spalten im Stein auf und Wandervogel war sich recht sicher das sich dort Fallgatter irgendeiner Art befanden die den Weg sofort völlig blockieren und nur mir schwerem Gerät zu öffnen sein würden. Alles in allem wirkte der Weg sehr wehrhaft, eine angreifende Armee würde nur unter massiven Schwieirgkeiten und als langer dünner Heerwurm hier durchkommen.


    Eine dreiviertel Tagesreise durch wirklich prächtige Aussichten über Berge hinweg und in einsame Bergtäler hinab nähere man sich einer großen Felswand mit dem ersten offensichtichen Eingangstor, einem zweiflügeligen Monstrum aus dicker eisenbeschlagener Eiche das in eine weiitere Höhle zu führen schien. Über dem Tor waren mehrere schmale Schießscharten in den Fels eingelassen und neben dem Tor zeigten sich die ersten Wachen auf dieser Reise. Die Akademiewachen unterschieden sich recht deutlich von den imperialen Soldaten die sie bisher gesehen hatten. Exotische Lederröcke zu Beinschienen, Helmen und Brustpanzern aus Bronze, lederne Sandalen und Blaue Helmbüsche wirkten sie regelrecht antik und als ob sie aus deutlich wärmeren Gefilden stammen würden. Vier Wachen standen dort mit dem dreitürmigen Wappen der Akademie auf den Rundschilden zu dem sie offenbar kurze Schwerter (sehr exotisch in AnkoraGahn!) und als Hauptwaffe jeder einen gefährlich aussehenden Dreizack aus gebläutem Stahl führten. Auf Nachfrage beim Ratsherren erfuhr Wandervogel das die Akademiewache traditionell hauptsächlich aus Männern und Frauen eines seefahrenden Volkes weit im Süden rekrutiert wurden, hauptsächlich um die bewaffneten Kräfte der Akademie aus den Ränkespielen der imperialen Politik heraus zu halten. Das hatte sich über die Jahrzehnte bewährt gemacht. Die Wachen sahen sich aufmerksam an wer da ankam, hielten sie aber nicht auf, offenbar wurde das Bedrohungspotenzial der Reisenden nicht als hoch genug für Fragen an diesem Tor eingeschätzt.


    Als sie in den recht großen Tunnel hiner diesem Tor einrittten überkam Wandervogel ein recht seltsames Gefühl zusammen mit einem leichten Schwindel das aber schnell wieder verging. In der Decke des Tunnels fielen Ihr einige verschnörkelte Zeichen anscheinend aus Silber eingelassen auf und zu den Seiten des Tunnels befanden sich einige rätselhafte Löcher etwa von der Größe einer Männerfaust. Nach etwa dreihundert Schritten kam der Ausgang des Tunnels in Sicht der über kein eigenes Tor zu verfügen schien sondern einfach in eine großen Talkessel mündete.

    Ein Preis fürs Leben - Endzeitlarp | [EIN PREIS FÜRS LEBEN 3 - TICKETS AB SOFORT ERHÄLTLICH] | Facebook


    Liebe Freunde der EPFL-Conreihe!

    Knapp zwei Jahre, nachdem wir uns zuletzt in den düsteren, spinnen- und mutantenverseuchten Gängen der ehemaligen Veramed-Klinik in der Nähe von Meschede zusammenfinden durften, freuen wir uns, heute den Vorverkaufsstart für "Ein Preis fürs Leben 3 - Das Erbe des Doktors" verkünden zu können.

    Hier noch einmal die harten Fakten:

    EIN PREIS FÜRS LEBEN 3 – DAS ERBE DES DOKTORS

    Wann: 17. bis 20. März 2022
    Wo: Beringhausen 3, 59872 Meschede, Deutschland
    (Der Veranstaltungsort ist ein altes Krankenhaus mit Außengelände und Nachbargebäuden)

    Spieler: 105 Euro
    GSC/NSC: 50 Euro

    GSC: Es wird wieder die 3 bekannten GSC Fraktionen geben. Arsen, Von der Windt und T-Force, wobei die T-Force eine geschlossene Gruppe ist. Mehr zu den GSC wird morgen verkündet.

    Essen: Selbstverpflegung

    Maximale Anzahl Spieler: ca. 200

    Sichert euch euer Ticket noch heute über unseren Ticketshop:

    http://Fantastic-Worlds.larp-art.eu

    Gruppenanmeldungen sind ab sofort ebenfalls unkompliziert über unser Shopsystem möglich, ihr müsst uns deswegen nicht mehr gesondert per E-Mail kontaktieren.

    Weiterhin haben wir uns dazu entschieden, erneut Sozialtickets für den Preis von zehn Euro bereitzustellen. Für das EPFL 3 werden wir 10 Tickets ausgeben. Diese sind für Teilnehmer reserviert, die nur ein sehr geringes Einkommen haben, oder sogar auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Falls ihr euch auf eine dieser Karten bewerben wollt, schickt uns bitte eine Mail mit Begründung an sonsofma@gmx.de. (Wir erwarten selbstverständlich keinen Seelenstriptease von euch, möchten aber die Umstände zusammengefasst erfahren.) Wer die Tickets bekommt, werden wir nicht veröffentlichen. Bitte geht fair mit diesem Angebot um und lasst die Tickets für Leute, die unser Hobby so lieben wie wir alle, es sich aber nicht immer leisten können!

    Solltet ihr nach dem Kauf keine automatische Bestätigungsmail erhalten, checkt bitte unbedingt euren Spam-Ordner. Bei Rückfragen könnt ihr euch gerne hier, per PM, oder auch per E-Mail über über sonsofma@gmx.de melden.

    Hell, it's about time...
    Eure Fantastic Worlds Orga



    Ich werd da mit meinem Neo-Barbaren im Wald rumspuken und Leute nervös machen...



    :evil: