In den Räumen des Wappenkönigs (Imperialer Palast, Karan)

  • Dorothea überlegte, was wohl auch politisch unter angemessen fallen könnte. Möglicherweise könnte eine Queste eine angemessene Antwort sein? Für den Tempel, gegen den sie mit dem Herdfeuer übel verstoßen hatte um dort Abbitte zu leisten? Oder die Freischärler der Waldallianz finden und nach Karan bringen? Das könnte allerdings nicht besonders gut klappen. Ob sie jemand davon lebend nach Karan bringen konnte, bezweifelte sie.

  • „Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind immer Eure Leitlinien ... gewesen? Warum gewesen?“
    Er schiebt ein paar Blätter auf dem Tisch zurecht.

    "Was meine ich damit.
    Ich habe hier drei Ritter, von denen ich etwas anderes erwartet hätte.

    Zunächst einmal kann ich darauf zählen, dass ein Ritter zu seinem oder ihrem Wort steht. Versprecht Ihr mir, dass ich das Geld bekomme, wenn ich die Gefangenen zurückgebe, dann ist das ein ganz normales gebaren. Im Buhurt werden Gefangene gemacht und gegen Lösegeld freigelassen. Und wenn ich im Krieg einen Ritter gefangen nehme, dann kann ich den auf Ehrenwort freilassen um das Lösegeld zu besorgen. Der fährt heim und kommt mit dem Lösegeld zurück, denn wenn nicht ist sein Wort nichts mehr wert, nirgends."


    Er schaut ihr eindringlich in die Augen.


    "Was ist der Unterschied zwischen einem Ritter und einem Handwerker? Wenn ich ihnen nicht vertraue, mache ich keine geschäfte mit Ihnen. Und der Handwerker hat etwas gelernt, was einem immer hilft, in guten wie in schlechten Tagen. Brot backen, Dach decken, Hufeisen schmieden..."

    Er hebt das Glas: "Wein keltern!"

    "Aber was kann der Ritter? Er sollte das Vertrauen seines Herrn oder seienr Herrin haben. Ihr solltet mein Vertrauen haben, dass ich Euch eien Aufgabe gebe und Ihr sie nach besten Wissen und Gewissen ... Ehrlich, Gerecht und Barmherzig ausführt und trotzdem in dem Sinne, den ich verlange.
    Wenn in der Fehde das Daorf zu berauben ist, dann habt ihr dort das Vieh wegzutreiben oder die Ernte mit den Karren zu nehmen. Ihr müsste die Dorfbewohner nicht angehen und wenn Ihr mit sagt, dass Ihr nur die Hälfte des Korns nehmen konntet, damit die Dörfler im Winter nicht hungern, dann wäre das barmherzig.

    Und wenn euch jemand nach eine Geleit fragt, dann fragt euch, ob Ihr den Personen vertraut."


    Er stand auf und schritt langsam um den Tisch.

    "Und wenn ihr ein Schreiben ausstellt, dass der Träger freies Geleit genießt, sollte man dann nicht darauf vertrauen können, dass euer Wort gilt? Was wäre das Papier wert, wenn man eurem Wort nicht vertrauen kann? Wozu wärt ihr dann außerhalb eines Krieges oder eine Fehde zu gebrauchen?"
    Bei den letzten Worten, hatte er die Hände auf ihren Schultern und flüsterte dann in ihr Ohr:" Kann ich euch selbst in der Schlacht noch vertrauen, wenn andere es nicht einmal im Frieden konnten?"


    Er ging weiter um den Tisch herum und setzte sich wieder.

    "Jetzt versetzt euch in die Lage eines ehrbaren Kaufmanns, der über euer Gebiet reist oder durch das Grenzgebiet. Der gehört hat, was dort passiert ist. Wie soll er sich euch gegenüber verhalten. Kann er auf euer Wort vertrauen? Kann er auf das Wort jeden Ritters vertrauen?"


    Er nahm noch einen Schluck.

    "Das meine ich damit. Was soll ich mit unseren Rittern machen ...?"

  • Dorothea wurde wütend, aber zügelte sich. Wegen ihrerseits Ehrbegriff steckte sie ja gerade in der Scheisse. Nur deshalb war sie hier, um zu erzählen, was vorgefallen war. Nur deshalb hatte sie mit den Freischärlern geredet, die Rache und nicht Gerechtigkeit wollten. Denn sie wollte gerecht sein. Statt dessen wurde ihr vorgeworfen, dass ihr Wort nichts zähle, und dass ihr, noch ungeheuerlicher, im Kampf nicht zu trauen war. Sie konnte sich gerade noch bremsen, um nicht aufzuspringen und zwang sich, ruhig zu bleiben. „wenn Ihr mir im Kampf nicht traut, dann frage ich mich, warum ihr mich hier überhaupt mit der Wacht über den Quellberg betraut habt. Ihr habt von mir gehört, und das war nicht immer rühmlich, weil ich zu leicht auf Intrigen hereinfalle. Aber nie, weil ich vor Kämpfen weggelaufen wäre. Ich habe mich auf Trolle und riesige mechanische Kakerlaken gestürzt und mit Dämonen gekämpft um das Leben anderer zu schützen. Das dürfte euch jeder bestätigen, der mit an meiner Seite gekämpft hat.“ Sie atmete tief durch und setzte sich wieder richtig hin. Irgendwie war sie zwar nicht richtig aufgestanden, aber wirklich sitzen hatte man das auch nicht nennen können. Etwas ruhiger fuhr sie fort: „wegen meiner Ehrlichkeit bin ich ja hier. Weil ich glaube, dass der Paladin damals wirklich sein Wort gebrochen hat, habe ich mit den Freischärlern geredet. Und wollte ihnen klar machen, wie das Recht funktioniert und man nicht einfach Köpfe fordern kann. Dass es nicht Rache sein darf sondern Gerechtigkeit sein muss. Und weil sie unter meinem Wort reisen sollten, und das missbrauchen wollten, konnte ich sie nicht einfach mit dem Brief ziehen lassen. Das wäre ja auf mich zurückgefallen, wenn sie einen Hof ausrauben und von mir freies Geleit bekommen haben. Deshalb wollte ich sie ja unter meiner Aufsicht hierher bringen. Damit dass ihnen keiner etwas tut, aber sie auch keinem etwas antun können. Das ist nur leider sehr sehr schief gelaufen. Was einige von ihnen und beinahe mich das Leben gekostet hätte.“ sie atmete noch einmal tief durch. „ihr fragt mich, wozu Ritter gut sind, auf deren Wort man nicht trauen kann. Man kann auf mein Wort trauen, denn hätte ich es ihnen schriftlich versichert und sie hätten das freie Geleit missbraucht, was sie wollten, wäre mein Wort nichts wert gewesen. So konnte ich es ihnen nicht versichern, wollte sie aber sicher vor den Rat bringen, obwohl es Freischärler und Banditen sind. Leider kam es stattdessen zum Kampf und dem Meuchelangriff durch die Bande, weil sie sich nicht festnehmen lassen wollten.“ sie machte wieder eine Pause, um Atem zu holen. Inzwischen war sie ruhiger geworden. „Ihr fragt,
    Wozu sind Ritter gut? Ohne bräuchte die Armee viel mehr Gardisten, um die Grenzwälder sicher zu halten. Sie bräuchte mehr Richter um kleine Sachen zu verhandeln und mehr Verwaltungsmitarbeiter um die Steuern einzutreiben, die von den Gütern der Ritter kommen. Ich denke, der Nutzen für das Imperium, Ritter zu haben ist größer als sie nicht zu haben. Und zwei Fälle, die noch dazu zusammen hängen, sind kein Urteil über den Stand. Ihr fragt mich, was Ihr mit uns tun sollt. Bringt diejenigen vor Gericht, denen Ihr Fehlverhalten vorwerft. Lasst also den hohen Rat entscheiden, wenn dieser meint, dass es der offiziellen Gerichtsverhandlung bedürfe oder hört euch alles von den direkten Zeugen und entscheidet ohne Gerichtsverhandlung. Keiner hat einen solch hohen Ruf wie der Hohe Rat. Daher bin ich hier. Ich vertraue Eurem Urteil, so wie das ganze Reich es tut. Und wenn der Hohe Rat sagt, dass ein paar Freischärler versucht haben, sich von imperialen Rittern ein Geleit erschleichen wollten, um zu morden und brandschatzen, so ist das das Urteil des Rates. Wenn ein Ritter angeklagt wird, entgegen seinem Wort angegriffen oder das Herdfeuer verletzt zu haben. So ist das das Urteil des Rates.“ sie seufzte.

  • "Ach hättet Ihr sie nur begleitet."

    Er atmete tief durch.

    "Genau die Gedanken sind es, die ich von ... Rittern ... Adeligen und allgemein unseren Beamten und Offitzieren erwarte. Wenn ich dem Gegenüber nicht vertrauen kann, dann muss ich den überwachen und wie ihr richtig gedacht habt, dann begleiten."


    Er nahm einen Schluck, schaute nach oben udn dachte nach.

    "Und so ... erregt, wenn ich das sagen darf, wie Eure Worte gerade sind, weil Ihr euch angegriffen gefühlt habt ... so stellt euch einen Bürger vor, der diese geschicht nur hört. Wie soll der entschieden, welcher der drei Ritter korrekt und welcher nicht korrekt gehandelt hat."

    Er schaute ihr tief in die Augen.

    "Was macht, nicht für mich oder das Gericht, den Unterschied aus, wenn man nur die Geschichte der zwei Vorkommnisse hört?"

    Er ließ die Worte wirken.

    "Wir haben Euch nicht umsonst das Lehen zukommen lassen. Wir haben uns über Euch erkundigt und an Eurer Tapferkeit gibt es keinen Zweifel, das kann ich Euch versichern. Nur seid Ihr nicht nur ein Offizier, der im Krieg Soldaten führt oder die grenze bewacht. Ihr könntet auch einem Gericht vorsitzen und da kommt es eben nciht auf Tapferkeit an, sondern auf Vertrauen und Leumund."

    Er nickte, hoffte vielleicht eine kleine Rückmeldung in ihrer Mimik zu erhaschen.


    "Und der Punkt das vor Gericht zu bringen, ist wichtig. Denn ob Adel oder Pöbel, Ritter oder Räuber, das Gesetz gilt für alle, nicht immer gleich, aber es gilt. Und ein paar Prizipien, wie die Verlässlichkeit auf Vereinbarungen mit AnkoraGahn sind die Grundlage unseren Handels. Wir sind nciht die Guten oder Bösen, wir sind verlässlich und vertrauensvolle und rechtschaffenene Vertragspartner.

    Man kann sich darauf verlassen, dass wir Orks und untotes Gezücht verfolgen. Man kann sich darauf verlassen, dass es hier keine Sklaverei gibt, aber Vereinbarungen muss man einhalten und manchmal muss man auch einen Konflikt mit jemandem beilegen, den man nicht schätzt."

    Er blickte zu einer Karte an der Wand.

    Dann schaute er wieder zu Frau von Spenge:

    "Und nun komme ich nochmal auf die eingangs gestellte Frage zurück und ich meine hiermit nicht nur den letzten Vorfall.

    Was soll ich mit unserer Ritterschaft machen?

    Wie kann ich sicherstellen, dass Ritter, wie Ihr, die richtige Entscheidung treffen, ihr Wort halten und ... wenn etwas scheif läuft, so wie Ihr hier, die Verantwortung übernehmen.

    Denn wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, dan ist es zu spät und dafür haben wir nun zwei Beispiele. Und ... ich möchte keine weiteren."


    Er lehnte isch erwartungvoll zurück, lächelte milde und legte die Fingerspitzen zusammen.

  • Dorothea wirkte ein klein wenig erleichtert aber auch sehr ernst. „Ich verstehe Euch da sehr gut, denn genau darum fing die Misere ja an. Weil ich wollte, dass Gerechtigkeit gesprochen werden kann. Und ich kann euch versichern, dass ich ganz sicher keine weiteren schlechten Beispiele für Ritter liefern möchte oder sehen möchte. Ein Gericht, was ja dann eben der hohe Rat ist, liefert sicher ein entsprechenden Hinweis, dass Recht für alle gilt. Ich war auch bisher erstaunt, dass ich zu der Wacht des Quellberges nicht einen offiziellen Eid vor dem hohen Rat leisten sollte. Vielleicht macht so ein Ritual die Aufgabe auch als Vorbild deutlicher. Obwohl das mir auch so klar war. Nur sind wir auch als Vorbild, dass wir sein müssen auch alle fehlbare Wesen und es wird immer auch Fehler geben. Vielleicht könnte aber ein häufigerer Kontakt der Ritterschaft zum hohen Rat helfen? “ sie dachte nach. Es war schon sehr vermessen, das jetzt zu fragen, aber es musste ja trotzdem raus. „Ich hätte noch eine Bitte. In ungefähr einem Monat ( OT jetzt aber nur noch ne Woche, aber unser Schreiben hier war sehr lange) müsste ich aufbrechen um gemeinsam mit Ritter Fulcrum einer Einladung zu einer Hochzeit in Argenthal und Aeterna zu folgen. Glaubt ihr, es wäre möglich, dass der Hohe Rat schon vorher einberufen wird und das Urteil fällt? Falls nicht, wäre es in Ordnung, der Einladung Folge zu leisten und danach hier vor Gericht zu stehen? Lieber wäre mir ein schnelleres Urteil.“ sie würde das gerne schnell hinter sich lassen, und ein Urteil hören, wie auch immer das ausfallen würde. Immerhin hatte sie versucht, Unheil von imperialem Bürgern abzuwenden, und es war kein imperialer Bürger dabei gestorben. Auch wenn es wirklich sehr sehr schief gelaufen war und sie Fehler eingestehen musste. Das Herdfeuer zum Beispiel. Wie sagte man zu Hause? Der Weg in den Abgrund ist mit guten Absichten gepflastert.

  • Er lächelte und nickte.
    Er hob den Finger, der gebot zu warten, stand auf und ging zu einem Regel. Sein Finger ging an den Büchern entlang. "Da ist es ja!"

    Er zog ein Buch hervor. Dann überlegte er und zog noch zwei weitere Bücher hervor.

    Er ging zum Tisch und legte die Drei Bücher vor ihr nebeneinander hin, die Titel waren: "Rechtsbuch von Ankoragahn", "Das Gerichtsbuch des Ankoragahnischen Imperiums" und "Richtbuch von Ankoragahn".


    "Hierin stehen die Rechte die ein jeder hat.", dabei tippte er auf das Rechtsbuch.

    "Hierin", er tippt auf das Gerichtsbuch, "stehen die vier Gerichte, die wir haben und der Hohe Rat ist kein Gericht. Zwei von uns können aber als Schöffen zugelost werden, wenn der Imperiale Gerichtshof tagt. Für einen Ritter tagt der aber nicht, es sei denn es handelt sich um Hochverrat."

    "Und hierin steht was wir unter Hochverrat verstehen.", dabei tippte er auf das Richtbuch.

    "Ich leihe sie euch, falls Ihr eure Ausgaben nicht dabei habt. Ihr könnte Sie mir in den Nächsten Tagen zurückgeben oder zurücksenden.

    Er setzte sich wieder.

    "Und wir sitzen in der Regel im Angesicht des Angeklagten zu Gericht. Da könnt ihr Herrn Raffael fragen, ich glaube er hat schon Erfahrungen damit."

    Ich werde morgen die Sache an das Hochgericht in Karan tragen, damit keiner der Angelklagten verlangen kann, nicht vor ein Niederes Gericht gestellt zu werden."

    Er schrieb ein paar Zeilen auf einen Zettel.

    "Aber seien wir ehrlich. Wir benötigen die Zeugen und wahrscheinlich will sich das Hochgericht zuvor mit dem Fall befassen. Und wenn Alric in der Akademie ist, müssen wir die Nachricht dorthin und ihn hierher bringen, was wohl 14 Tage dauern wird.Anschließend müssen wir die möglicherweise Angeklagten finden udn vor das Gericht beordern." Er öffnete entschuldigend die Hände.

    "Ich denke, wenn die Anklage erlassen wird und die Verhandlung stattfinden soll, wird das allein aufgrund der Entfernung schrierig werden das in einem Monat zu schaffen."


    Er stand auf.

    "Aber vielleicht sollten wir die Lehnsübergabe und den Treueschwur wieder zeremoniell bestätigen. Ich denke zur Zeit sind ein halbes Dutzend Ritter in der Stadt, ich glaube das kann ich in zwei Tagen im Rat besprechen. Ich lade euch schon vorab in drei Tagen ein, die Lehensübergabe und den Treueschuwr öffentlich zu zelebrieren." Er nickte sich zustimmend zu. "Ihr habt gute Ideen. Manchmal vergessen wir vor lauter Moderne die alten Riten.


    "Danach könnt ihr dann unbesorgt zu dem Turnier reisen." Er ging um den Tisch und stand neben ihr. "Ach eine Bitte, habt ein Auge auf Rollo Schnellhand. Er will sich wohl als Ausrufer und Ankündiger von Ritter Fulcrum versuchen, was ich sehr begrüße. Aber er hat noch keinerlei Ausbildung als Persevant. Ich möchte nicht, dass andere Herolde seine Ambitionen falsch verstehen. Ein guter Streiter ist noch kein Ritter von Rang und Namen und ein ambitionierter Ausrufer kein Herold. Ihr versteht?"

  • Dorothea wurde rot, als der Wappenkönig über die Gerichte referierte. Ja, Hochgericht hatte sie im Kopf, aber irgendwie falsch angenommen, dass für Adelige dann der Imperiale Gerichtshof zu Gericht sässe, und dass darin alle Ratsmitglieder sässen. Aber offensichtlich war ihr Gedächtnis da schlecht und Cathair nicht so hoch im Adel. Und Rafael. Der arme Kerl würde schon wieder vor das Gericht müssen. Aber hoffentlich nur als Zeuge. „Ich werde mir das wohl alles nochmal sehr gut ansehen müssen. Vielen Dank für das Angebot, aber ich habe meine Exemplare dabei und muss Eure nicht leihen. Offensichtlich habe ich es aber nicht so gut im Kopf wie ich sollte.“ Die Ritterin grinste entschuldigend. „vielen Dank auch für die Gelegenheit des öffentlichen Treueschwurs auf das Imperium. Ich hoffe, es würde nicht dem meinen in Ravensberg stören, da die Länder weit genug voneinander entfernt sind, dass es da keinen Krieg geben würde in dem ich mich für meine Hetfrau in Ravensberg entscheiden müsste als dem älteren Schwur?“ sie atmete tief durch. Ihre Schwägerin, die ihr hinterher spionierte. Sie riss sich von den düsteren Gedanken los und schaute den Ratsherrn lächelnd an: „ ich danke auch für die Gelegenheit zu der Hochzeit zu reisen. Ich werde gerne ein Auge auf Rollo haben und versuchen die Wogen zu glätten, falls sich jemand auf den Wappenrock getreten fühlt. Rollo Schnellhand ist ein guter und ehrlicher Mann.“ und mit den Frosttaler Sitten würde er ganz sicher irgendwo anecken oder für Lacher sorgen. Sie hoffte eher auf freundschaftliche Lacher, aber man wusste es nie auf solchem Parkett. Sie schätzte Rollo sehr. Besonders im Kampf, Seite an Seite. Die Aufgabe eines Herolds würde … anders. Sie wollte nicht, dass er düpiert wurde. Anderseits würde eh niemand wagen, unverschämt zu Rollo zu sein, denn er würde nicht irgend jemandes sondern Fulcrums Herold sein.

  • "Dann wünsche ich Euch dort alles Gute. Ich muss jetzt noch die EInladungen für den Treueschwur in einer Woche erstellen. Da sehen wir uns dann wieder ... im feinsten Gewand!"

    Er nickte nocheinmal in ihre Richtung, nahm dann Papier und Feder zur Hand.


    Und hinter ihr klickte die Tür wie von Geisterhand und sprang einen Spalz auf.

  • Dorothea verabschiedete sich und ging hinaus. Die nächste Zeit war sie mit den Vorbereitungen der Reise und der Suche nach besagter feiner Kleidung beschäftigt. Und dem weiterzahlen in der Bank, es würde ja noch sicher einen Monat dort liegen.