Bretonier in AnkoraGahn

  • ...So begab es sich am Festtag, dem 13. Tage des Schneemondes im Jahre 22 nach Warahan, die Götter haben ihn selig (AnkoraGahnische Zeitrechnung) das Roland und seine Gefolgsleute Karakiem, Emma und Nola aus dem fernen Bretonien auf einer Ihrer Geschäftsreisen per Schiff den Kontinent Nessos erreichten, ein weitgehend unbesiedeltes waldreiches Stück trockenem Bodens im Weltenmeer, etwa drei Wochen Westlich der Mittellande gelegen.


    Der Kapitän des Handelsschiffes, der Eloriana, wollte in der hiesigen Hafenstadt Goldhafen anlegen um Vorräte aufzufrischen, offenbar eine Exclave des Handelsreiches AnkoraGahn das den Großteil des nördlichen Nessos für sich beanspruchte. Frisches Wasser musste aufgenommen werden, außerdem zwergischer Schiffszwieback (nicht schwimmfähig) und, besonders wichtig, eine ganz bestimmte, unter Seefahrern sehr begehrte Knoblauchsauce die aus unerfindlichen Gründen „5K“ genannt wurde.


    Aus Gesprächen der Matrosen hörte die Gruppe heraus das AnkoraGahn keine wirkliche Seestreitmacht habe, als Reich das dereinst von einem zwergischen Imperator gegründet wurde (Wenn es inzwischen auch hauptsächlich von Menschen besiedelt war) setze man hier traditionell auf sehr schwere, aber auch sehr langsame Triremen, eine Art dreireihige Rudergalleere die zwar gut für die Küstenschifffart geeignet war aber sich auf hoher See schwer tat. Daher lief der gesamte Handel mit dem Ausland über private Handelsschiffe und diese wurden mit günstiger Verpflegung und geringen Liegekosten eifrig in die florierende Hafenstadt gelockt.


    Nachdem hier einige Güter umgeschlagen worden waren, Wasserfässer getauscht und Zwiebackkisten eingeladen waren erklärte der Kapitän das er noch einen Auftrag bekommen hatte für eine schnelle Fahrt ins Zentrum des Axtimperiums wie AnkoraGahn hier auch genannt wurde, die Hauptstadt Karan zu fahren um dort Waren abzuliefern und zu holen. Dies geschah durch eine Fahrt den Mondspiegelfluss hinauf der in Goldhafen ins Meer mündete. Dank günstiger Winde musste das Handelsschiff auf dem breiten Mondspiegelfluss nicht getreidelt werden was den Kapitän sehr glücklich machte.


    Karan erwies sich als massige Festungsstadt mit Wehrtürmen und dem imperialen Palast im Zentrum. Blauweiße Banner hingen von den Mauern mit dem Wappen von Axt und Amboß und nicht wenige Soldaten in ensprechenden Wappenröcken patroullierten durch die Kaianlagen am Fluss.


    Hier schlug das Schicksal allerdings zu. Beim einfahren in die Kaianlagen kollidierte das Handelsschiff mit einem gerade ausfahrenden Flusskreuzer und es wurden einige Schäden an backbord und am Ruder verursacht. Eilig geworfene Taue und etwas Hilfe von einem schmucken Dreimaster, der Mercedes, sorgte dafür das man trotzdem noch schwimmfähig am Kai angedockt werden konnte.


    Der Kapitän tobte, diese Schäden würden eine Weile brauchen um instand gesetzt zu werden. Etwa zwei bis drei Wochen mindestens, auch die Schuldfrage und Kompensation der Kosten gegen den Kapitän des Flusskreuzers stand noch aus. Er entschuldigte sich in aller Form bei der kleinen Reisegruppe und empfahl diese Zeit besser an Land zu verbringen da dort reichlich Gasthäuser zur Verfügung stehen würden die deutlich bequemer sein würden als eine enge Schiffskoje.


    Was möchte die Gruppe tun?


    A: Auf dem Schiff bleiben

    B: An Land gehen und sich ein Gasthaus suchen

    C: An Land gehen und sich die Sehenswürdigkeiten Karans ansehen.

    D: Ein anderes Schiff suchen das zurück Richtung Meer fährt.

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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  • "Seereisen sind weitaus gefährlicher als ich gedacht habe." Schallte die Stimme Karakiems, als die kleine Truppe die Planke des Schiffes hinunterstakte. Begleitet vom Gelächter hinter ihm stobte Roland davon hin zum nächsten unbedarft aussehenden Hafenarbeiter. "Bonjour mon ami, wäre es möglisch, dass wir eure Dienste in Anspruch nehmen könnten um unsere 'abseligkeiten zur nächsten...." setzte Roland an, blickte um sich und auf die Kaschemmen den sie sich so häufig in Hafennähe auftatet und sprach dann weiter. "isch meinte natürlich nächsten, adäquaten, Taverne zu bringen?"
    Ein paar Minuten Später, und einige Kupfer für die Träger ärmer, stromerte die kleine Truppen durch die Gassen der Stadt.

    Sie wollten natürlich B: An Land gehen und ein Gasthaus suchen.

    (P.S. ich hoffe ich hab mit dem kleinen Flufftext nicht vorgegriffen, gebt gerne Bescheid wie viel gewünscht ist.)

  • (Kein Problem, ich arbeite mit dem was ich kriege XD)


    Die Gassen Karans sind offensichtlich alt, diese Stadt hat schon viele Generationen kommen und gehen sehen, die Steine des Pflasters sind tief in den Boden eingesunken und abgenutzt. Im Kontrast dazu wirkten viele der Gebäude rundherum relativ neu, es sieht so aus als habe die Stadt in den letzten 20 bis 30 Jahren einen Aufschwung erlebt. Es sind hauptsächlich Menschen auf den Straßen unterwegs, auch Zwerge sieht man gelegentlich wobei diese keine Reisenden sondern Anwohner zu sein scheinen.


    Der Weg zum Vergnügungsviertel mit den Tavernen und Gasthäusern führt durch das Marktviertel und da ist noch mehr los. Es wird viel gehandelt hier, Stoffe, Metalle, verarbeitet oder roh, allerlei Gewürze, Spielzeug, alles was sich in einer Stadt dieser Größe an den Mann oder die Frau bringen lässt.


    Obwohl recht viel los ist gibt es anscheinend wenig Ärger, was auch daran liegen könnte das man nie lange suchen muss um einen der Blauweißen Wappenröcke mit Axt und Amboßwappen der Ordnungskräfte zu sehen. Waren das Büttel? Soldaten? Stadtwächter? Keine Ahnung, aber sie schienen die Lage im Griff zu haben.


    Einer der Träger lässt verlauten er habe da einen Schwager der ein Gasthaus habe, den "Eisernen Eber" und das er leidlich saubere Betten in Zimmern und gutes Bier anbieten würde. ....ansonsten kenne er aber auch ein Gasthaus mit einem Schlafsaal wo alles etwas preiswerter wäre...Aber erstmal solle man sich den Eisernen Eber ansehen.


    Hinter dem Marktviertel kam man sodann in das etwas verwinkelte Vergnügungsviertel der Stadt. Auffällig war das es zumindest auf den ersten Blick keine als solche zu erkennenden Hurenhäuser gab wie in anderen Städten. Von der offensichtlich kostspieligeren Hauptstraße abbiegend führten die Träger sie tiefer in die Seitengassen bis sich ein kleiner Platz eröffnete an dem auf jeder der vier Seiten ein Etablissement zu finden war. Auf der Nordseite gab es eine Art offene Trinkhalle mit großen Holztischen an denen gewürfelt und gezecht wurde, an der Südseite etwas das sich anhand der Wellenmuster der Tür vielleicht als Badehaus darstellte, im Osten ein stattliches Gebäude vor dessen Tür ein Eber aus geschmiedetem schwarzen Eisen hing und im Westen schließlich Ein Gebäude aus grauem Stein dessen ganze Front von einem überdimensionalen Tor eingenommen wurde, dessen Zweck aber ansonsten nicht weiter ersichtlich war.


    Die Träger brachten das Gepäck schnurstracks in den Eisernen Eber wo der Sprecher von vorhin von einem stämmigen kleinen Wirtsmann mit Handschlag begrüßt wurde. Nach eine kurzen Gespräch begrüßte der Wirt die potentiellen Gäste:


    "Willkommen im schönen Karan, der steinernen Blume des Westens! Ihr befindet Euch im Eisernen Eber, dem besten Haus am Platz (er überging geflissentlich das es auch das EINZIGE Gasthaus zumindest an diesem Platz war). Mein Name ist Guntram Weberfels und ich bin der Hausherr. Ich kann Euch echtes zwergisches Bier und saubere Zimmer zu je vier Betten mit Frühstück für zwei Silberstücke die Nacht anbieten oder größere Zimmer mit je zwei Betten zu vier Silberstücken die Nacht. Getränke zum Frühstück sind im mit drin, ein heißes Bad die Woche im der benachbarten Silberwoge pro Zimmerbewohner ebenso (Sonderangebot!). Alles andere geht extra. Kommen wir da überein?"

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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  • "Sacre bleu, Monsieur Weberfels euer Etablissement muss etwas ganz besonderes sein. Wenn isch so ehrlisch seien darf, eure Preise sind weitaus 'öher als wir gewohnt sind!" Seinen Schock überwindend und die Summe noch einmal im Kopf durchkalkulierend sprach Roland weiter. "Monsieur, wir nehmen die Simmer mit die vier Betten. Da wir nischt genau wissen wie lang wir bleiben, würden wir gerne jeweils Tagesaktuell zahlen." Roland schob unter den hochgezogenen Augenbrauen seiner Mitreisenden die Silberstücke über den Tresen.
    "Dann nehmen wir noch eine Karaffe Bier ..." weitere Geldstücke polterten über den Tresen "...außerdem könnt ihr mir doch sicherlich einige Fragen beantworten oder? Gibt es etwas, dass Reisende hier in der Stadt beachten sollten, oder hättet ihr gar eine Empfehlung für Kontakte die sich für eine 'andelsgesellschaft lohnen würden?" Ein Blick zurück zu seinen Mitreisenden, dann sprach Roland weiter. "Nun, wenn wir schon 'ier festsitzen, dann lässt sich das ja mit die Arbeit verbinden."

  • Der Wirt bringt die Neuankömmlinge zu einem der Tische im Gastraum. Es ist gut gefüllt was ein gutes Zeichen sein dürfte was die Qualität des Bieres angeht. An den anderen Tischen sitzen im Gegensatz zur Feierhalle auf der anderen Platzseite einige recht kostspielig gewandete Personen und die gelegentlich dazwischen sitzenden breiten Genossen in Kettenpanzern und beschlagenem Leder haben praktisch ein Schild mit "Leibwächter mittlerer Preisklasse" auf der Stirn.


    "Jaaaa, also das trifft sich recht gut, sofern Ihr im richtigen "Andelsgeschäääft" seid (Er versagt kläglich dabei den bretonischen Dialekt zu kopieren)." In der Messehalle auf der anderen Seite des Platzes findet übermorgen eine Gewürzmesse statt und so ziemlich jeder Gewürzhändler des Imperiums der auf sich hält ist hier oder in einem Gasthaus in der Nähe zu finden..die meisten natürlich hier, denn die anderen Gasthöfe sind völlig überteuert und im Gegensatz zum Adel wird man als Händler halt nicht reich wenn man viel Geld ausgibt. Das hier sind im Prinzip alles wohlhabende bis reiche Peffersäcke. Fast alle Einheimisch bis auf die in der linken Ecke dahinten, die kommen von weiter weg."


    Am Tisch angekommen gab es erstmal einen Korb frischen Brotes gereicht mit Butter und Salz, offenbar eine städtische Kopie des Willkommensritus den man im Norden pflegte. Aber vier Krüge mit Zwergenbier folgten direkt danach, was eine "Karaffe" war wusste hier anscheinend niemand. Die Krüge waren allerdings nicht eben klein und das Bier wie zu erwarten ziemlich stark mit einem honigartigen Nachgeschmack, viel würde man davon nicht trinken können ohne sehr bald UNTER dem Tisch zu liegen.


    Am Nebentisch auf der einen Seite versuchte sich gerade einer der Peffersäcke im Armdrücken gegen einen seiner vernarbten Leibwächter der sich einen Bonus vediente indem er perfekt abgestimmt verlor als einer der hübscheren Schankknechte vorbeikam. Er war mit den Vorlieben seines Dienstherren offenbar bestens vertraut.


    Am Tisch auf der anderen Seite (der ebenfalls "linken Ecke" mit den Fremdländern gehörte) saßen zwei eifrig diskutierende Kaufleute mit jeweils zwei Aufpassern die aus einer anderen Preisklasse stammten. Roland hatte schon von sowas gehört, die hier trugen maßgeschneiderte 5-Lagen-Harnische die für den unerfahrenen Beobachter wie förmliche Kleidung wirkte und mit dem Abzeichen einer ...hm...Goldmünze oder einer Art goldenem Ball verziert waren. irgendwie wirkte das Gesamtbild östlich angehaucht. Roland fühlte sich an wohlhabende Kisleviten erinnert.

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  • Karakiem und Emma griffen sofort Rolands Arm, als dieser nach dem missglückten Imitationsversuch im Aufspringen begriffen war. "Das war bestimmt nur der hiesige Dialekt Roland, die haben bestimmt nicht versucht deine Heimatsprache zu sprechen" flüsterte Nola. Die Gruppe erfragte noch einige genauere Informationen über die Gewürzmesse, lieferrouten und Preise, alles was ein Wirt hier so mitbekommen konnte. Schließlich galt: An der Quelle günstig kaufen, weit reisen und dann verkaufen.

    Die Gruppe blickte sich außerdem um und Diskutierte über die interessanten Harnische der Fremdländer. Während Roland sich an einen solchen Fremdländer erinnerte und zu Karakiem gewandt sprach: "Wisst ihr noch die eine Mal, als ich diese Tulkash die Arm ausgekugelt 'abe...." Fing Nola einen der Schankknechte mit einem Handzeichen ab. "Also, zunächst einmal, wir könnten hier etwas zu essen gebrauchen, vielleicht ein bisschen, Brot, Butter, Wurst, etwas Obst, das nötigste nun mal, und könntet ihr mir außerdem Sagen was diese Goldmünzen Symbole auf den Harnischen der Herren dort vorn zu sagen haben?"

  • Der Schankknecht, ein junger Bursche um die Sechzehn Jahre blickte auf den Tisch mit den Fremdländern.


    "Hrm. Nee Herrin, die sin nich von hier glaub ich. Sehe ich hier zum ersten Mal. Wäre aber ein typisches Symbol für eine der Söldnertruppen die man gelegentlich trifft, die führen gerne Geld oder Gold im Schilde. Ich bring Euch mal einen schönen Gemüseteller, der is hier sehr beliebt."


    Sprachs, und zog von dannen.


    Zehn Minuten Später brachte besagter Knecht, unter Zuhilfenahme einer kleinen Rothaarigen in den dreißigern, vier große Teller. Auf jedem war zu finden:


    Eine großzügige Portion knusprig panierte und gebackene Hühnerteile (Noch warm) und zwei Runde Fladen eines hellen Brotes, Es roch durchaus gut, allerdings war irgendwie nichts zu entdecken was nach "Gemüse" aussah.


    Dazu wurde auf den Tisch gestellt: Ein Korb mit weiteren identischen Brotfladen, ein großes Glas mit einer Art weißen Sauce und einem Löffel. Eine Schale mit einem Block sonnengelber Butter auf dem aus dekorativen Gründen eine zweischneidige Axt eingestempelt war und ein Teller mit Spalten einer gelben Frucht, dem Geruch nach irgendeine Form von Limette oder Zitrone.


    Während man noch rätselnd das dargereichte Mahl betrachtete kam ein dritter identisch aussehender Waffenknecht an den Nachbartisch und sagte zu den beiden Kaufleuten in vernehmbarer Lautstärke:


    "Nein Herr Sfericheskiy (oder so ähnlich), es scheinen keine von diesen Bärenkultisten anwesend zu sein. Die anderen Händler sind sich auch relativ einig das sie eher selten in dieser Stadt zu treffen sind, eher weiter im Norden und in der Wildnis, sie jagen offenbar zum Zeitvertreib und Broterwerb, aber so ganz genau wusste das hier auch niemand. Es klingt so als hätten dieses Eisland und die Leute von hier nicht so oft miteinander zu tun."


    Die beiden Kaufleute nickten dem Mann zu und sahen sich dann an.


    "Tja Dalgurbi, und was machen wir nun? Wir können nicht gleichzeitig hier an der Messe teilnehmen und dieser Option folgen... Da wirst Du Dich für eines von beidem entscheiden müssen.."

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  • "Diese Land ischt noch verwirrender als die Falkenland oder dergleischen..." sprach Roland als er das erste Brot nahm und den 'Gemüseteller' betrachtete. "Also ich bin ja sehr froh, dass es es kein 'Gemüseteller' ist erwiderte Nola fröhlich, weiterhin dinge auf ihren eigenen Teller schaufelnd. Bevor sie sich den ersten Bissen in den Hals schob, erwähnte sie noch Beiläufig: "Diese Fremden dahinten sind scheinbar auch Händler, außerdem reden sie über irgendwelche Bärenschamanen, weiß einer was das ist?" Einen blick mit Roland tauschend erwiderte Karakiem, "Das könnten vielleicht Druiden sein..." "So wie Finlay?" Warf Roland ein. "Ja genau." Sprach Karakiem weiter. "Vielleicht könnten wir uns etwas erkundigen, wir haben ja schließlich noch das Adamantit von der Wolfswacht. Möglicherweise kann uns so ein Schamane oder Druide dabei helfen das Erz zu reinigen?" Die Gruppe blickte sich gegenseitig an. Dann standen Karakiem und Roland auf. "Ich werde mal in der Stadt schauen ob ich die ein oder andere Karte diesen Landstriches erwerben kann."


    Roland war derweil schon auf dem weg zum Tisch der Fremden mit der Kislevitischen Ästhetik. Eine Verbeugung vollführend und den halbmantel nach hinten werfend sprach er los. "Bonjour a vous mes amis, je m'appel Roland de Marest, isch bin der Zahlmeister der Grünen Karawan. Dürfte isch mich zu euch gesellen und eusch ein paar Fragen stellen?"

  • Der noch stehende Bewaffnete Nummer drei, der sich jetzt neben Roland befand musterte ihn von der Seite, stufte ihn aber wohl nicht als aktive Bedrohung ein und blieb entspannt.


    Die beiden Händler, gerade noch im Gespräch vertieft blickten auf, der Jüngere von den beiden, ein kräftiger Busche, etwa so groß wie Roland selbst mit einem schwarzen Gabelbart, einem seidenen Gewand mit goldenen Drachen verziert, aber auch einem Wehrgehänge mit vier Messern darüber, musterte ihn kurz von oben bis unten bevor er eine Entscheidung traf und sich erhob, sein älterer Gefährte tat es ihm gleich, gefolgt von den beiden anderen Wachen, wobei es sich dabei wohl nicht um Höflichkeit handelte.


    "Menya Zovut Dalgurbi Sfericheskiy, Torgovets Spetsiyami. Dobryy den. Es ist recht überraschend eine der Südsprachen hier im Westen zu hören Gospodin de Marest, Darf ich annehmen das Ihr ein Gewürzhandelshaus der Bretonen hier vertretet..? Oder haben wir irgendwelche Probleme zu erwarten..?" Er zog fragend eine Augenbraue hoch.



    Karakiem bekam das nurnoch am Rande mit als er das Gasthaus verließ. (Kannst Du kurz beschreiben wie der Charakter aussieht?)

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  • "Oh no natürlisch habt ihr keinerlei Probleme von uns zu erwarten. Herr....Dalgorbi?. Meine Mitreisende war lediglich darafu aufmerksam geworden, dass ihr über irgendwelche Bärenkultisten spracht und die Neugier hatte uns gepackt. Könntet ihr uns vielleicht etwas mehr darüber erzählen?" Er machte eine kurze Pause. "Natürlich können wir auch gerne über Gewürze sprechen. Unser Handelshaus isst immer an neuen Möglichkeiten interessiert."

    Karakiem streifte derweil seinen langen braunen Mantel über, zupfte seinen Gürtel und seine Taschen zurecht und trat nach draußen auf der Suche nach einem Kartographen. Eine Hand am Rucksack und eine Hand durch sein schütteres Haar streifend blickte er die Straße und den Platz entlang. (1,85m, Schwarz/graue Haare, Immer in so einem Braunen Kutschermantel und Schwarzer Ledergugel unterwegs. Einige Taschen am Körper und selten ohne seinen Rucksack anzutreffen. Ich würde fast behaupten, Karakiem sieht sehr unscheinbar aus)

  • Dalgurbi Sfericheskiy der Gewürzhändler dachte kurz darüber nach und wies dann auf den freien Stuhl ihm gegenüber während er sich wieder setzte. Die anderen vier taten es ihm nach.


    "Nunja, die Bewohner des Frosttales wie es hier genannt wird, einem sehr kalten Teil des Imperiums der Axt. Sie dienen dem Bärengott Ursun, dem Herrn von Winter und Eis, der auch von vielen in meiner ursprünglichen Heimat verehrt wird. Es ist sehr beschwehrlich dorthin zu reisen und ich hatte gehofft einige von Ihnen vielleicht hier anzutreffen um einen neuen Markt zu eröffnen. Ich bin spezialisiert auf bestimmte Pfeffersorten und nur jemand der aus einem Kultur der Kälte stammt und mit salzigen Fischen, langweiligem Borschtsch und faden Pelmeni aufgezogen wurde kann wirklich ermessen was für eine enorme Bedeutung Gewürze von außerhalb haben können. Und wenn ich davon ausgehe das diese Menschen aus einer noch deutlich kargeren Gegend stammen als meine eigenen Vorfahren dann müsste sich mit fruchtigem Rosenpfeffer oder scharfem Rotem aus Thay doch ein hübsches Sümmchen verdienen lassen....außerdem hatte ich auf einen Bonus als Glaubensbruder gehofft, denn auch ich richte gelegentlich das Wort an Ursun wenn es durch winterliche Länder geht. Jetzt stellt sich aber heraus das sich offenbar der nächste Außenposten an dem man auf dieses Volk hier treffen kann wohl ein Jagdanwesen in der Nähe des Dorfes Gahrad an der Südgrenze ist, von hier etwa anderthalb Tagesreisen entfernt. Leider kann ich meine Geschäfte hier nicht so lange alleine lassen, solche Messen erbringen gut die Hälfte unserer Jahresgeschäfts. Und Ihr? Was bietet Euer Haus denn genau für Waren oder Dienste an Gospodin de Marest?"


    Karakiem musste mitten im Stadtzentrum nicht lange suchen um einen Laden zu finden der vielversprechend aussah. Auf einem Schild waren eine Schreibfeder, ein Längenzirkel und und eine Schriftrolle zu sehen (Viele Schilder hier schienen an Leute gerichtet zu sein die mit Buchstaben nicht viel anfangen konnten) und es brannte Licht im Inneren. Als er das leicht Windschiefe Steinhaus betrat traf die Türkante auf ein kleines Bronzebecken und gab einen klingenden Ton von sich.


    Eine Dame mit Augengläsern und tintenfleckigen Fingern im mittleren Alter erschien sogleich hinter einer Art Theke auf der sich zur Rechten und Linken allerhand Schriftrollen stapelten. An den Wänden befanden sich Rautenförmige Regale in denen weitere Rollen zu finden waren, dem Aussehen nach eine Mischung aus Papier, Papyrus, Pergament und Leder. Auch ein paar eingerahmte Karten schmückten die Wände und ließen Hoffnung zu das man hier zum Erfolg finden könnte.


    "Guten Tag der Herr und willkommen in Sorscha´s Haus der Schriften und Legenden, ich bin Sorscha. Womit kann ich Euch behilflich sein..?"

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  • Dankend nahm Roland Platz. "Ein interessantes Ansinnen welche ihr 'ier vorhabt. Ich verstehe aber natürlich, dass man seine Geschäfte nicht so lang unbeaufsichtigt lassen kann. Vielleicht kann ich euch da behilflich sein, denn zuletzt haben wir vor allem in vermittelnder Position Münze gemacht. Es ist keinen Mond her, da haben wir eine Große Metalllieferung für das Inselreich Eridmea verhandelt, soll heißen, wir haben einen unserer Partner mit dem 'aus Orth zusammengebracht. Die Lieferungen unternimmt nun unser Vertragspartner und wir werden am Gewinn beteiligt. Außerdem transportieren wir noch einige Waren geringer Menge aber großen Wertes, Schmuck, Edelmetalle und einen ganz besonderen Schatz, der aber noch etwas....Zuneigung bedarf." Roland zwinkerte als ob damit alles gesagt wäre. "Verzeiht wenn isch forsch wirke, aber vielleischt könnten wir ja eine Gewinnbringende Vereinbarung für uns beide schließen Herr Sfericheskiy." Erneut pausierte Roland um die Geichter seiner gegenüber zu lesen. "Sagen wir, isch bresche auf und verhandle in eurem Namen mit diese Bärenkultisten und ihr beteiligt uns , für einen bestimmten Zeitraum versteht sisch, an eurer Gewinnmarge?" Roland nippte an seinem Becher und wartete auf die Reaktion seines Gegenübers.

    Karakiem schaute sich derweil in Madame Sorscha`s Laden Um. "Ahh freut mich sehr meine Dame. Ich bin auf der Suche nach einer Karte der Region. Vielleicht auch Aufzeichnungen über Wichtige Besonderheiten die eine kleine Reisegruppe von Händlern interessieren könnten. Meint ihr ihr könnt mir da weiterhelfen?" Karakiem pausierte kurz und sprach dann weiter: "Außerdem, ich hörte es bedarf hier einer besonderen Genehmigung um Magie zu wirken, könnte ihr mir erklären wo ich so etwas bekomme? Oder zumindest wie das Prozedere ist?"

  • Dalgurbi schmunzelte.


    "Immer langsam mit den jungen Ochsen wie man hierzulande sagt. Fangen wir vorne an. Eure Idee birgt ansich einen gewissen Reiz. Aber Habt Ihr irgendwelche Referenzen für Eure Befähigung im Transport von empfindlichen und kostspieligen Waren? Besagter Rosenpfeffer ist aufwändig im Transport oder Lagerung und unterliegt bestimmten Eigenheiten der Umgebung wenn er sein volles Aroma entfalten soll. Abgesehen davon das er sehr sehr teuer ist und ich schon eine Form von Sicherheit haben müsste um Euch eine Ladung von beträchtlichem Wert anzuvertrauen...?"






    Weiter weg im Laden der Schriftgelehrten:


    Sorscha schürzte die Lippen.


    "Also eine Karte von AnkoraGahn? Da habe ich diverse im Angebot. Die Gebräuchliste wäre dann wohl diese hier, geschaffen vom legendären Rafael selber, dieser heißblütige Taugenichts....hach...."




    Ein Blick auf die Theke zeigte Karakiem ein aufgeschlagenes kleines Heftlein mit dem Titel "Rafaels Reisen" und wies darauf hin das besagter Rafael offenbar nicht nur Karten zeichnete sondern auch noch anderes Schriftwerk hervorbrachte und damit ein spezielles weibliches Klientel anzusprechen vermochte.


    "Was die Besonderheiten angeht..nunja. Da gibt es viele, wohin genau wollt Ihr denn reisen? Das würde sonst etwas ausufern fürchte ich.


    Ganz nebensächlich schritt sie an Karakiem vorbei und schloss die Tür ihres Ladens und blickte ihn abschätzig an.


    "und was die Zaubererlaubnis der Akademie angeht...reden wir hier vom offiziellen Prozedere oder vom unkomplizierten..?"





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  • "No Monsiuer isch befürchte ich habe mich nicht deutlisch genug ausgedrückt. Keineswegs hatte isch gedacht den Pfeffer, mitzunehmen, abgesehen von einer winzigen Menge, zum probieren für etwaige Käufer, vielleicht." Roland lächelte. "No viel mehr 'atte ich vor, in eurem Namen einen Vertrag über eine Lieferung in der Zukunft zu schließen. Natürlich mit Brief und Siegel, oder was auch immer diese Bärenkultisten nutzen. Das Risiko für eusch ist... minimal. Und um die Sichere Überstellung der 'Probe' würde sich unsere Meisteralschemistin Mademoiselle Greenham kümmern." Roland zeigt zum Tisch der Karawane herüber.
    "Alles was nötig wäre ist, dass ihr mir einen Preis mitteilt ab dem ihr Gewinn macht, sowie einen Gewinn den ihr mindestens erziehlen wollt. Und natürlich müssten wir dann auch noch unseren Anteil an künftigen Lieferungen besprechen. Und wenn ihr nun noch sagt, dass ihr trotzdem Referenzen braucht, dann kann ich euch ein Frei'andels abkommen der Karawane aus die Wehselande vorlegen oder einen Gesiegelten Brief vom König von Eridmea der der Karawane aufgrund ihrer Verdienste ein Vorkaufsrecht für Waren aus Dochas-Nua anträgt." Roland lässt seine Worte kurz wirken. "Natürlich benötigen wir auch von euch eine Sicherheit, dass wir die Reise bei Erfolg nicht plötzlich doch vergeblich antreten. Aber ich glaube, ihr wisst, wie wichtig Reputation in unserem Metier ist." Noch eine kurze Pause. "So ein Vertrag wäre ja schnell aufgesetzt."

    Derweil nickte Karakiem als ihm die Karte gereicht wurde. "Wie viel?" Er begann sofort seinen Beutel zu öffnen. "Also ich dachte an so die nützlichsten Informationen für diese Region" er umschrieb das Umland der Stadt mit dem Finger. "Vor allem interessieren mich Informationen über irgendwelche Bärenschamanen oder Bärendruiden." Hätte er doch besser Zugehört als Nola davon berichtete und wäre nicht so Zeit zur Tür Rausgestürmt.
    "Und was diese Zaubererlaubnis angeht, also der Offizielle weg, sofern Praktikabel würde mich zunächst interessieren."

  • Dalgurbi zwirbelte seinen Gabelbart.


    "Dies ist in der Tat ein Missverständnis Gospodin. Ich beabsichtige nur eine Probe meiner besten Ware mitzugeben, ein handliches Paket von drei Stein Gewicht. Da dieses Gewürz aber derzeit, ähnlich wie Salz in lange vergangenen Jahren, in Gold aufgewogen werden kann dürfte klar sein von welchem Wert wir hier bereits reden. Eure Unterlagen klingen interessant, mein Sovetnik Temudschin hier (er nickte dem älteren Mann zu) wird sich Eure Papiere ansehen. Was meine Sicherheiten angeht, ich bin Gewürzhändler, meine Sicherheiten sind das harte Gold das ich erhandele. Es gibt hier drei Straßen weiter zuverlässige unabhängige Notare vom Volk der Zwerge, die Gebrüder Starkimarm. Bei diesen werden wir, so Temudschins Prüfung zufriedenstellend verläuft, morgen früh vorstellig und eine Summe von Zweihundertfünfzig Goldmünzen als Sicherheit hinterlegen das Eure Reise, gleich welchen Ausgangs, nicht ohne Gewinn verlaufen wird. Denkt Ihr diese Summe ist dem Aufwand einer Mission von gut drei oder vier Tagen angemessen? Immerhin ist das hier ein relativ zivilisiertes Land und kein Kriegsgebiet. Temudschin ist ein fähiger Magier und wird das Paket mit einem Siegel versehen das es luftdicht abschließt bis zur Öffnung, Eure Alchemistin wird eine Einweisung auf die Versiegelung bekommen. Ich habe schon Geschäfte mit diesem wertvollen Gewürz dadurch abgeschlossen das meine Kunden einfach eine Nase des Aromas beim Öffnen genommen haben. Dieser erste Effekt lässt sich leider nicht beliebig oft wiederholen auch wenn der Geschmack sich durchaus länger hält, daher ist hier ein wenig..Raffinesse vonnöten. Aber ich habe im Gefühl das Ihr ein Mann seit der Auftreten und das Präsentieren von Dingen durchaus zu seinen Fähigkeiten zählt."



    Im Laden der Schriftgelehrten:


    "Nun, der klassische Weg ist es sich einen Termin im Palast zu holen zu dem man in der Akademie von Ankoragahn im Südgebirge vorstellig werden kann, wo man ein eingehendes Gespräch mit einem der Akademiemagier dort erhält, eine Zauberprobe abgibt die analysiert wird und dann, gegen eine Gebühr natürlich, eine entsprechende schriftliche Zaubererlaubnis erhält. Alles in allem ein Umstand von nur wenigen Wochen. Die meisten namhaften Magier die unser Land besuchen sind dort bereits registriert und bekommen bei Bedarf neue Erlaubnisse zugesandt.


    Die Karte ist ein Produkt der neuen Schnitttechnik unserer geschätzten zwergischen Mitbürger und kostet in Papier fünf Kupferstücke. Das Umland von Karan ist das Zentrum des AnkoraGahnischen Imperiums und schwer bewacht. Abgesehen von den üblichen Tagedieben und Halsabschneidern die man in nahezu jeder Stadt findet habt Ihr hier keinen größeren Ärger zu erwarten. Man bräuchte schon eine große reguläre Armee um so weit ins Herz unseres Landes vorzudringen und auch dann würde das Monate dauern. In den Grenzgebieten kann es vorkommen das man auf kleine Gruppen Hakennasen trifft die zum Plündern gekommen sind, aber die Armee und das Landvolk machen denen üblicherweise schnell den Gar aus. Jenseits der Grenzen hingegen..nun, dort sind die Wildwälder, unendlich große Meere aus Bäumen, voller geheimnisvoller Orte und all den Monstren die wir aus unsererm Reich hinausgeworfen haben um hier in Frieden leben zu können."

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  • Roland erstickte halb an seinem Bier als er die Summe hörte. "Isch muss ehrlich gestehen, die Summe eurer Versicherung erscheint mir fast zu hoch, aber wenn dies für euch ein angemessener Wert ist, dann freue ich mich von unserer Seite der Idee zuzustimmen." Roland brachte sein bestes gewinnbringendes Lächeln zustande und sprach dann Weiter: "Lasst mich unsere Truhe mit unseren Dokumenten holen. Wenn ihr damit zufrieden seid, können wir gerne einen Vorvertrag aufsetzen, sobald dann alles weitere geregelt ist, können wir dann alles besiegeln." Roland Stand auf, holte die Kiste der Karawane und legte alle Dokumente vor.
    "Während euer... Sovednik? ... sich alles anschaut möschte ich euch gern einladen einen Tropfen aus fernen Landen mit mir zu trinken." Roland zog eine Flasche Rum aus seiner Tasche und zeigte sie dem Gewürzhändler. "Dieser hier stammt von einem befreundeten Kapitän, der schon weit gereist ist. Er hat sich selbst auf der Flasche verewigt aber der Geschmack ist gut. Darf ich euch einen Schluck einschenken?" Fragte Roland, die Flasche erhoben?

    Derweil zählte Karakiem 6 Kupfer ab und reichte Sie der Dame über den Thresen. "Für die Karte." Er überlegte noch kurz und sprach weiter. "Wenn wir jetzt von dem unkomplizierten Prozedere Reden würden, was darf man da erwarten?" Eine weitere Pause, "und überhaupt, wie genau wird Magie hier Kontrolliert?"

  • Dalgurbi nestelte ein fein ziseliertes Becherchen, augenscheinlich für den Genuss stärkerer Getränke gedacht, von seinem Gürtel und stellte es auf den Tisch.


    "Das ist unser Wort für einen...Ratgeber? Sekretär? Eine Mischung aus beidem denke ich. Eure Verwirrung ist nachvollziehbar, aber wir befinden uns hier im Zentrum eines derzeit florierenden Handelsreiches, da sind die Preise natürlich angezogen. Ich bin immer interessiert daran neue Geschmäcker zu erkunden, was wäre das Leben wenn man es nicht mit allen Sinnen genießt..?"


    Temudschin machte sich sogleich mit einem Augenglas an die Durchsicht der Papiere zu der er auch ein Nachschlagewerk in Form eines Beutelbuches zu Rate zog.


    Im Laden der Schriftgelehrten:


    "Nun, ich bin keine Kräftewirkerin, daher kenne ich das auch nur vom Hörensagen, aber im Prinzip zaubert man dort was vor und irgendwer von denen prüft aus welcher Quelle man seine Kräfte bezieht. Danach gibts noch eine Einweisung in die Regelungen und Gesetze zur Magie in diesem Land und dann bekommt man ein Dokument das einem erlaubt hier Magie zu wirken.


    Was das unkomplizierte Prozedere angeht. Ihr habt vielleicht schon bemerkt das hier beileibe nicht alle der Kunst der Buchstaben mächtig sind. In den meisten Fällen reicht es der Stadtwache oder wer immer fragt ein papier vor die Nase zu halten das richtig aussieht und das passende Wappen hat und damit hat es sich für den erledigt. So aufwändig es ist so eine Erlaubnis zu bekommen, so aufwändig ist es natürlich auch nachzuprüfen ob die besagte Erlaubnis echt ist. Oder zu der Person gehört die sie vorzeigt. Diesen Aufwand nimmt hier üblicherweise nur jemand auf sich wenn ein wirklich großes Problem vorliegt. Solange Ihr also nicht anfangt hier mit Feuerbällen Leute einzuäschern oder tote katzen wiederzubeleben wird es kaum einen Blaurock interessieren wie echt Eure Papiere nun ganz genau sind. Habt Ihr zufällig vor etwas derartiges zu tun.......?"


    Sie hob fragend eine Augenbraue. Karakiem fand die Pose in der sie stand irgendwie seltsam. Es wirkte etwas...gezwungen.


    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




    Professionelle Magdanalyse für alle Bereiche!


    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Roland hob seinerseits seinen Becher: "Auf eine gute Zusammenarbeit!" Er blickte noch einmal zum Sekretär hinüber der die Papiere durchsah. "Nun Dalgurbi, erzählt mir gerne noch alles was ich wissen muss wenn ich euer feinstes Gewürz anpreisen soll. Lasst keine Zahl aus!" Erneut lächelte er. "Wir brechen dann auf sobald wir alles nötige geklärt haben und wenn ihr es für gelegen haltet. "Wenn ihr auch noch etwas über die potentiellen Käufer zu erzählen habt, jede Information ist hilfreich."


    Karakiem lachte derweil auf. "Nein keineswegs habe ich so etwas vor! Meine eigenen Kräfte sind vor allem zur Analyse da, wenn ich aufschneiden möchte vielleicht auch noch um Geister fernzuhalten. Feuerbälle, Blitze und einäschern liegen mir fern." Etwas unwohl schaute er sich im Laden um. "Gute Frau, rein Hypothetisch, wenn jemand eine Solche Erlaubnis schnell erwerben müsste, wo würde man das tun?"

  • "Rosenpfeffer stammt aus den fernen Südreichen und wird in einem schmalen Küstenstreifen gezogen der zwischen dem Weltenmeer und einer unbarmherzigen Wüste liegt. Nur in diesem Boden aus Vulkanasche und einer Mischung aus unbarmherziger Hitze aber trotzdem bewässertem Boden kann diese empfindliche Pflanze gedeihen. Seine Blüten ähneln denen einer Rose aber sind von einem tiefen Purpur und sein Aroma erweckt Bilder von herrlichen Oasen und weiten Sonnenverbrannte Dünen in einem. Seine Schärfe beginnt langsam aber steigt weit, er verstärkt fruchtige Aromen und verlängert ihren Verbleib. Abgesehen davon ist er gut gegen Blutarmut und, natürlich!, (er zwinkerte) hervorragend für die Manneskraft geeignet.


    Über die Menschen des Frosttales weiß ich außer Ihrem Glauben nicht viel, sie bleiben sehr für sich, anscheinend ist ihre Gesellschaft nur bedingt verträglich mit dem was hier in den zivilisierten Ländern so üblich scheint. Aber sie sind imperiale Bürger also kann es so schlimm schon nicht sein, die Axtreichler haben ziemlich konsequente Vorstellungen von Recht und Gesetz und würden niemanden in ihrem Reich dulden der da..komisches Zeug macht.


    Es sieht so aus als wäre die Herrin dieses Jagdanwesens eine Dame, was gut ist, denn Frauen wissen Gewürze für gewöhnlich mehr zu schätzen als wir Männer und in diesem Fall doppelt günstig weil ich vermute das Ihr geübt seid darin den Weibern schöne Augen zu machen.


    Ich wünsche eine erfolgreiche Mission und viel Vergnügen auf der Reise, während ich mich hier dann mit dem drögen Geschäft der Verhandlungen herumschlagen werde..."





    Im Laden der Schriftgelehrten:


    Sie lächelte leicht, ein leises Klicken ertönte und sie drehte sich wieder zu Karakiem um.


    "Das ist gut zu hören mein Lieber. Nun, für die welche verständlicherweise einfach zeitlich nicht dazu kommen das ganze Prozedere zu durchlaufen und nur etwas brauchen das sie im Zweifelsfalle einem Blaurock unter die Nase halten können könnte man hier gegen einen schönen blanken Silberarsal dies hier erwerben, einfach oben in der Lücke Euren Namen eintragen...."





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    :silly:

  • "Tres Bien Mon ami, ich mache alles bereit, und instruiere meine Mitreisenden. Wenn ihr mir dann noch notieren würdet welche Presie ihr euch vorstellt und sobald unsere Beteiligung geklärt ist, brechen wir alsbald auf, sobald möglich." Roland quatschte noch ein wenig mit Dalgurbi, tauschte alte Geschichten aus, und verhandelte nach bestem Wissen mit dem Gewürzhändler. Später Am Abend kehrte er an den Tisch der Karawane zurück und erklärte allen die neuen Randbedingungen ihres kommenden Auftrages.


    "In diesem Falle übergebe ich Ihnen gerne dieses Silberstück Gute Frau. Vielen Dank für die Exzellente Beratung!" Sein neues Schriftstück und die Karte unterm Arm kehrte Karakiem in das Gasthaus zurück und nahm Abends an der Besprechung der Karawane teil.