Tief im Grenzwald von Axtfels....

  • Hier ist die macht des Imperiums weit weg und zwielichte Gestalten treiben gerne ihr Unwesen. Der Wald ist dicht, dunkel und zum Teil noch unerforscht und keiner weiss was für unerfreuliche Dinge er noch enthüllen wird.


    Wild gibt es reichlich denn kaum ein Jäger traut sich so weit weg von überwachten Gebieten weg, abgesehen von denen natürlich die solches Land aus gutem Grunde meiden.


    Hier sollte man immer einen festen Stecken oder Knüppel zur Hand haben, und am besten noch ein Messer und ein paar Gefährten denn alleine ist man hier schneller Beute als man denkt...

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Im südlichen Teil des Grenzwaldes erhob sich Fulcrum gerade grunzend vom Waldboden auf den ihn der Hieb eines Kultisten geschickt hatte.


    "Grmpf! Du bist ja ein ganz Süßer..."


    Der Kultist vor ihm hatte entweder rote Haut oder war so völlig von Blut überströmt das es nicht zu unterscheiden war. Anstelle der rechten Hand war ein schwerer Hammer an seinen Unterarm genagelt mit dem er den Templer gerade in der Seite erwischt hatte. Die Muskeln dieser verdrehten Kreatur waren aufgedunsen, grotesk verformt und verliehen ihm eine beachtliche Stärke.


    Hier war Kraft nicht das Mittel der Wahl, dieses Kerlchen hatte eindeutig mehr davon. Schade, Kraft war Fulcrum der liebste Weg, aber manchmal ging es eben nicht anders. Er ließ den schweren Streitkolben und den Schild fallen und zog das lange Jagdmesser aus dem Gürtel und angelte einen langen zweischneidigen Dolch hinter seinem Rücken hervor. Jetzt nur nicht treffen lassen und dann mal sehen ob dieser Kerl auch bluten konnte.


    Er täuschte einen Angriff an und die Kreatur schlug sofort zu. Sehr stark aber nicht besonders helle, das war gut. Er wich aus und setze einen langen Schnitt über die aufgeblähten Muskeln des Waffenarms. Dem Stich zum Herzen wich die Kreatur allerdings behende aus. Nicht besonders helle aber auch nicht langsam, das war weniger gut.


    Dieser Kampf, dämmerte dem Templer, könnte länger dauern....

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Nach einigen Tagen im Grenzwald konnte Fulcrum eine erste Erfolgsbilanz aufweisen. Seine Fallen hatten 5 Kultisten erwischt, er selber hatte weitere 3 erledigt, davon einer der offenbar eine Art Unterführer gewesen war.


    Allerdings waren die Kämpfe nicht spurlos am Templer vorrüber gegangen, einige neue Narben zierten sein gesicht, auch wenn sie bereits zugewachsen waren und in ein paar Wochen leider ganz verschwunden sein würden war er noch einige Zeit gezeichnet. Das Heilfleisch mit dem Ursun ihn verflucht hatte machte seinen Hoffnungen die Zeichen seiner Kämpfe ehrenvoll tragen zu dürfen mit schöner Regelmäßigkeit zunichte. Seufzend betrachtete er sein Gesicht in einer Quelle...was man mit so prächtigen Narben in Frosttal alles an Frauen auf sich aufmerksam machen könnte.....reine Verschwendung sowas!


    Aber nun genug von diesem Jagdausflug, er wurde zu einer dieser störenden Hofmissionen erwartet wo er die Herzogin zu den Herrschern der Warmländern begleiten sollte. Das würde wieder ...kompliziert....

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Drei Tage später war Fulcrum wieder zurück auf seinem neuentdekten Lieblinsgspielplatz, dem Grenzwald nahe der Grenze zu Neu Terwan.


    Zuerst einmal machte er eine Runde an seinen Fallen vorbei um zu sehen was sich da so angesammelt hatte. In der ersten Fallgrube fand sich Beute allerdings kein Chaoskultist sondern ein Rehbock. Immerhin, das Abendessen war schonmal gesichert. Die zweite Fallgrube war unberührt und die Schlingenfallen ebenfalls. Ausgerechnet in der Pflockfalle die er auf einem Wildschweinpfad aufgestellt hatte um Nahrung zu beschaffen wurde er fündig. Die Blutspuren an der ausgelösten Falle waren leuchtend violett! Er folgte den Spuren eine halbe Meile durch den dichten Wald bis er in einer Grube am Stamm einer alten Tanne lag eine zusammengerollte Kreatur mit mehr Hörnern als eine Kreatur eigentlich haben sollte. Der zugespitze Pflock steckte tief in seiner Hüfte und war vor lauter violetter Flüssigkeit kaum noch zu erkennen.


    Das Wesen war zwar noch nicht tot aber kurz davor. Fulcrum zog seine Axt und beendete das unheilige Dasein dieser Kreatur. Den folgenden halben Tag verbrachte er damit trockenes Holz zu suchen, Fallen aufzustellen und dann das Untier schließlich zu verbrennen. Während der Scheiterhaufen brannte lag er in der Nähe in einem Versteck und warte drauf was wohl so von dem weithin sichtbaren Rauch angelockt werden würde.

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Herr Ferdinand stampfte voran durch den Schnee und sein kleiner Trupp folgte ihm. Er wollte sich mal selbst ein Bild von dem Grenzwald machen und den Gerüchten um die Kultisten nachgehen, bevor er wieder nach Mondefin aufbricht. Seit Monaten hatten man von denen nichts mehr gesehen oder gehört und jetzt das. Er ging erst Richtung Westen udn hoffte vielelciht ein paar Sturmfalken im Wald anzutreffen, bevor er in den Norden Richtung Grenze zu Neu Terwan ging und von da aus einen Bogen Richtung Osten und zurück nach Waldwacht machte. Ganze sechs Wochen hat er für die Erkundung angesetzt den ganzen Eulenmond und den halben Rattenmond, möge Talamon uns beistehen, dachte er sich noch, als erneuter Schneefall das vorrankommen weitereinschränkte und mögliche Spuren verwischte. Er ärgerte sich, er wollte undebingt rechtzeitig in Valensdorf sein, damit er das Schiff nach Tanesha erwischte.

    Herr Ferdinand Siegfried vom Wasserfall
    Ritter des Selinischen Imperiums
    Reichsritter des AnkoraGahnischen Imperiums
    Paladin des Talamons



    Ritter der Lichtbringer und Mitglied im Rat der Lichtbringer

  • Sturmfalken sind irgendwie keine zu finden, Spuren sind hauptsächlich von Schwarzwild und eine kaum noch erkennbare Spur scheint von einem bestiefelten Wesen zu stammen.

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • 1.
    Kadima schaute von den Bauplänen auf, als ihr Bruder die große, aus Baumstämmen gefügte Halle betrat. Wie immer trug sie ein wollendes Wams über dem weiten Hemd und ihre Hosenbeine steckten in schweren Stiefeln.


    Rafael hängte seinen schneebedeckten Umhang an einen Harken links der Eingangstüre, rückte den Schwertgurt zurecht und stellte sich dann vor das Kaminfeuer.
    „Und wie lief es heute Vormittag?“, fragte die rothaarige Frau neugierig.
    „Ich habe vier Bäume gefällt, entastet und mit dem Gespann zur Siedlung gezogen. Wir brauchen hier sowieso viel mehr Holzfäller. Warum schickt die Dsar oder Joscha nicht mehr aus Vodgorod? Die lassen uns hier ziemlich hängen…“, maulte Rafael, während er sich ein Stück Dörrfleisch aus einer Schüssel vom Tisch fischte. „Gibt es Neuigkeiten aus der alten Heimat?“


    Kadima grinste: „Natürlich nicht. Seit Joscha angefangen hat, seinen Stammsitz Wolfenblick auszubauen, findet er kaum noch Zeit für anderes…“, begann die junge Frau die Aufzählung. „Creo, Nalim und Alexej sind offenbar für längere Zeit im Südlichen Siegel unterwegs. Ich hörte was von einer Grauen Stadt… und geben dort dem Untoten Fleisch ordentlich eins auf die Mitze. Und die anderen….“, sie zuckte mit den Schultern… „Zerstreut in alle Winde? Ich weiß nicht.“
    „Na toll. Und wir sitzen hier in diesem Kaff fest… in diesem von allen Dreyn verlassenen Axtfelser Grenzwäldern… und langweilen uns zu Tode... Jedenfalls hatte ich mir das irgendwie glanzvoller vorstellt, als Joscha davon sprach, dass wir das Lehen verwalten dürfen.“
    „Achwas… die Siedlung macht doch ausgesprochen gute Fortschritte. Und auch die Dsar wird sicher hochzufrieden sein, wenn sie erfährt, was wir hier geleistet haben. Außerdem ist sie sehr großzügig…!“, beruhigte Kadima ihren Bruder lächelnd.


    „Aber mal was anders… schau mal hier…“, und tippte mit dem Finger auf den Lageplan. „Da wo der Bach den Knick macht ist an der Außenseite der Palisade die Erde abgerutscht… das berichtete vorhin einer der Arbeiter.“ „Schlecht verdichtet?“, fragte Rafeal kauend zurück. „Denke ich mal“, mutmaßte Kadima. „Bitte sieh es dir mal an. Ich möchte nicht, dass wenn im Frühjahr der Schnee wegtaut und der Regen einsetzt, der Fuß der mühselig errichteten Holz-Erde-Mauer fre….“


    Mit einem lauten Krachen flog die schwere Tür auf und schlug heftigst an die Wand. Noch in derselben Sekunde hatten die Geschwister die Waffen gezogen, sodass der Eindringling sich zwei Schwertspitzen gegenüber sah.
    „Myne Herrn, Heeerrn, Heeeerrrn!“, rief der schneebedeckte Mann außer sich und nahm kaum von den auf ihn gerichteten Waffen Notiz, so aufgeregt war er. „Was ist los? Werden wir angegriffen?“, fragte Rafael sofort. „Nejt, nejt… myne Herrrrrn, sie ist wech. Weeech!“, schluchzte der Mann.
    Kadima verdrehte die Augen und führte den völlig aufgelösten Mann zu einem Stuhl. „Jetzt beruhige dich erstmal. Was ist denn nun genau los? Und wer ist weg?“, fragte sie eindringlich.


    „Min Tochterken, die kleene Swjeta. Iss doch erst sieben Jahr alt…! War wohl mit de andere Kindas draußen am Waldrand spielen. Heute vormittach. Jetzt suchme se schon seit Stunden. Sie iss wech!!!“
    Rafeal legte dem Mann die Hand auf die Schulter: „Towaritsch, sag mal… bist du nicht der Gehilfe vom Schmied? A…ndrej?“, fragte er mit beruhigendem Tonfall. „Nee, Anatolij heiss ich, myn Herr.“ „Gut, hör zu, Anatolij… wir werden deine kleine Tochter schon finden. Jetzt lauf und trommele die anderen Kinder zusammen, damit ich sie befragen kann, im Viertel einer Stunde treffen wir uns wieder hier draußen vor der Tür. Jetzt lauf..dawai, dawai! “ „Dâ, myn Herr, dâ sofort!“


    Kaum hatte der Mann eilig den Raum verlassen, wandte sich Kadima kopfschüttelnd an ihren Bruder: „Na du bist ja optimistisch. Diese Wälder sind völlig verseucht mit… allerlei Kreaturen! Und du findest auch gleich Stecknadeln im Heuhaufen und vodgodische Tannenzapfen im Tiefschnee“, meinte die rothaarige Frau mit zynischem Unterton.
    „Schwesterherz, diese Sache kann der ohnehin schon angeschlagenen Moral der Bärheimer vielleicht den Rest geben!“, gab Rafael zu bedenken. „Und das, was wir hier überhaupt nicht brauchen können, wären Dörfler, die Heim nach Vodgorod wollen“, warnte er, während er seinen Lederpanzer von einem Gestell holte und anlegte. Im herausgehen warf er sich noch eine Pelzjacke über. „Warte nicht mit dem Essen auf mich!“


    * * *

  • 2.
    „Gespielt wir haben im Wald… Hofstaat von Frati Oras….“, plapperte die Kleine eingeschüchtert mit feuchten Augen, „… und gebaut wir haben schöne Hütten aus Ästen… und… erst wollte Elena immer die Dsar spielen… doch dann hat Swjeta einfach befohlen, - sie ist wie Dsar! Und jetzt ist die weg!“, schluchzte die Kleine aufgelöst. Rafael hatte sich lächelnd niedergekniet und wischte dem Mädchen eine Träne von der Wange. „Ich bringe sie zurück, hörst du? Und jetzt zeigst du mir den Waldrand, wo ihr zuletzt gespielt habt.“


    * * *


    Nachdem Rafael den Waldstreifen untersucht und auch reichlich Spuren gefunden hatte, verabschiedete er sich mit einem kurzen Gruß von den versammelten, besorgten Eltern mit ihren Kindern und ritt langsam in nordöstlicher Richtung durch den lichten Wald.
    Zwar hatten die Kinder – und später die suchenden Eltern – den Schnee um den Spielplatz ziemlich verwüstet, doch waren für das geübte Auge die zarten, leichten Kinderspuren noch immer sichtbar, die aus dem Matschchaos heraus führten.
    Die Spuren führten eine Anhöhe hinauf und schon nach kurzer Zeit war die Siedlung außer Sicht.


    * * *


    Swjeta hatte sich tief in die Felsspalte gedrückt und zitterte noch immer am ganzen Körper.
    Wo waren nur ihre Eltern und Freunde? Wie kam sie jetzt heim? Sie hatte solche Angst!
    Als sie die jungen Schneehasen gestreichelt hatte, hatte sie alles um sich herum vergessen und auch die beiden Männer auf ihren Pferden viel zu spät gesehen. Als diese sie grinsend ansprachen erschrack sie zu Tode… und lief instinktiv los.


    Still betete sie jetzt zu den DREYN. Die große Mutter würde sie doch beschützen…


    * * *


    Der größere, der beiden Männer wirkte hager, ungepflegt und seine schmutzige Kleidung war nachlässig geflickt. Langsam hinkend näherte er sich auf der linken Flanke der Felswand mit dem Überhang, unter dem sich die Spalte im Gestein befand. Er blickte hinüber zu seinem kleinen, dicken Kumpanen, der hinter sich von rechts näherte und ein rostiges Messer zog.


    Dann ging alles ganz schnell. Die Männer hatte die Kleine auf ihrer Flucht nicht aus den Augen verloren und es war ihnen ein leichtes, dass verängstigte Mädchen aus ihrem Versteck zu zerren. Swjeta begann zu schreien, doch ein brutaler Schlag in ihr hübsches Gesicht ließ sie verstummen.
    Blut tropfte von ihrer aufgeplatzten Lippe auf das braune Kleid und dann legte sich ein gnädiger Schleier über ihre vor entsetzten weit aufgerissenen Augen, als sie benommen zusammen sackte.


    „Ich nehme sie zuerst. ICH!“, knurrte der Untersetzte und entblößte beim böse Grinsen eine Reihe brauner Zahnstumpen. „Ich habe sie ja auch zuerst gesehen! Sie gehört mir!“
    „Jetzt sei doch nicht dumm. Wenn wir sie unbeschadet unserem Herrn, dem Nurgle-Priester übergeben, werden wir Silber sehen. Vielleicht sogar… GOLD, hörst du? Und wenn er sie auf dem Altar geopfert hat… wer weiß, vielleicht überlässt er uns die Reste?“, meinte der Hinkende bauernschlau und schaute auf seinen dicken Begleiter herab, der sich unter seinem schmutzigen Hemd nachdenklich am Bauch kratzte.


    Schließlich einigten sie sich auf den lukrativeren Vorschlag, banden das Kind auf eines der Pferde und ritten los.


    * * *


    Nach einer guten halben Stunde durch den dichter werdenden Wald war Rafael auf die Hufspuren der beiden Räuber gestoßen. Die Fährte führte ihn schließlich zur Felswand und er konnte sich den Ablauf der dortigen Geschehnisse nach und nach zusammenreimen. Das Blut im Schnee, die Abdrücke der beiden Männer und ihrer Pferde…


    Der Bärheimer nahm erleichtert zur Kenntnis, dass die Kleine offenbar noch lebte. Er steigerte das Tempo durch den Wald, was sein treues Ross mit einem freudigen Schnauben quittierte.


    * * *

  • 3.
    Das Wetter wurde am späten Nachmittag dunstig und Nebel kam auf. Schon einige Zeit vor Dämmerungsbeginn hatten die Schurken daher beschlossen, vorzeitig zu lagern. Jetzt saßen sich die Männer, an Bäume gelehnt, gegenüber. Ein hastig entzündetes Lagerfeuer rauchte und schwelte mehr vor sich mehr, als dass es brannte.
    Der Hinkende musste husten. „Was soll das? Warum suchst du nicht trockenes Holz?“, raunzte er den anderen an. „Such dir doch selbst welches!“, schnappte der Dicke und zog eine schmutzige, fadenscheinige Decke enger um sich und beäugte dann sein Gegenüber misstrauisch und neidvoll, wie dieser ein Stück altes Brot hervorholte und zu kauen begann.


    Als dieser nun ein Stück des Brotes abbrach und anstalten machte, zu dem an einen dünnen Birkenstamm gefesselten Mädchen zu gehen, spie der Dicke aus. „Du willst ihr doch wohl nichts abgeben?! Spiel jetzt hier nicht den Edelmann, du Penner!“, keifte er gehässig.


    * * *


    Den Vodgode schüttelte den Kopf ob des intensiven Brandgeruches, der durch den Wald zog. Die mussten sich ja sehr sicher fühlen oder waren einfach nur… dumm, schmunzelte er.


    Dann fand er die Reittiere und ein Blick auf die beiden ausgemergelten Pferde sprach Bände und ließ auf die Reiter schließen. Entzündete Augen, mager und… erbärmlich.


    Rafael ließ sein Ross in größerem Abstand zurück und schlich leise näher an die Lagerstatt. Immer wieder ließ er sich auf ein Knie fallen und lauschte intensiv. Dann konnte er im Zwielicht die dünnen Ärmchen des Kindes sehen, die an der Rückseite eines Baumes gefesselt waren. Rechts saß ein keiner, dicker Mann, der leise vor sich hin schimpfte… und noch während sich Rafael fragte, wo der zweite Mann war, trat dieser, keine zehn Schritte entfernt, hinter einer engstehenden Gruppe von Bäumen vor und zog just seine Hose hoch. Völlig überrumpelt nestelte er jetzt hektisch er an deinem Schwertgurt herum, den er aber noch nicht wieder richtig gegürtet hatte und vor Schreck fast fallen ließ.


    „Argh… Br…Bruno!“, rief er mit unsicherer Stimme, als er endlich sein Schwert gezogen hatte und ein Messer in der andern hielt. Mit einem Kampfschrei und hoch erhobenem Schwert ging er auf Rafael los und setzte zu einem mächtigen Schlag an.

    Dieser lächelte und führte die eigene Waffe noch vor dem Angriff geschmeidig durch die vier Huten, parierte im VomTage und kontere im Ochs, wobei er dem Räuber die Schwertspitze in den Hals stieß. Gurgelnd spritzte eine Blutfontäne in den Schnee.


    Schnell nahm Rafael eine Abwehrposition ein, hatte er doch den anderen Gegner aus den Augen verloren. Doch dann hörte er, wie dieser panisch durch das Unterholz brach. Offenbar hatte er das Ende seines Spiesgesellen beobachtet und wollte sich ein selbiges Schicksal ersparen.


    Rafael entspannte sich und musterte den toten Gegner. Obwohl er ein offenbar kultistisches Amulett trug, hielt der Bärheimer diesen nur für einen Räuber. Rasch war das Mädchen befreit und trotz der einbrechenden Dunkelheit ritt er mit dem Kind eine ganze Weile gen Westen, bevor er ein gedecktes, kleines Feuer entzündete. Die Pferde der Halunken hatte er vorsorglich in Schlepp genommen.


    Die ganze Nacht blieb Rafael wachsam. Der zweite Gegner war entkommen und man konnte sich in den Grenzwäldern ja nie sicher sein.


    Rafael fragte sich, welches Schicksal wohl den anderen Schurken ereilen würde…
    :)

  • Der flüchtete noch eine Weile tiefer in den Wald bis er überraschend auf einen Trupp Männer in den Farben Rot und Weiss traf die unversehens auf eine Lichtung traten die er gerade überqueren wollte..

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
    Erster Jäger des Jagdrudels Hewlânosh




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    "Caprum non iam habeo"


    :silly:

  • Auch Rafael hatte eine aufregende Nacht, überall im Wald gab es Geräusche, geknarze, geraschel. Irgednwie war deutlich mehr zu hören als in einem winterlichen Wald zu erwarten gewesen wäre...


    Am nächsten Morgen sah er in einiger Entfernung Rauch aufsteigen aus dem Wald.

    Bruder Fulcrum Alarich Gletscherherz
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    :silly:

  • 4.
    Rafael schlug die Augen auf und fluchte still. Er muss wohl doch eingeschlafen sein.
    Er warf einen besorgten Blick hinüber zu dem Mädchen, doch die Kleine schlief noch immer zusammengerollt unter einen großen Stapel Pferdedecken.


    Schon in den frühen Morgenstunden musste das kleine Feuer erloschen sein. Rafael schlug seine Decke zur Seite und reckte und streckte sich, um die klamme Kälte zu vertreiben. Das Wetter hatte noch immer nicht völlig aufgeklart, doch fahl schienen jetzt ein paar Sonnenstrahlen durch den dichten Wald. Rafael drehte sich langsam im Kreise. Warum war denn jetzt DORT Osten? Der Bärheimer musste sich eingestehen, dass es wohl doch keine so gute Idee gewesen war, den Rückweg in der Nacht anzutreten.


    Rafael trat zu den Pferden und verteilte das wenige Heu, dass er in dem Beutel seiner Satteltasche mit sich führte an die drei Pferde, die gierig fraßen. Während er seine Siebensachen zusammen packte, erblickte er plötzlich die Rauschfahne eines größeren Lagerfeuers in der Ferne aufsteigen. Das konnte ja jetzt alles sein. Natürlich galt seine Sorge in erster Linie der kleinen Swetja, die sich endlich aufgesetzt hatte und sich die Augen rieb. Neugierde tötet die Katze sagte er sich, aber heisst es nicht auch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?


    Ein rasches Frühstück mit Brot und Käse später saßen sie in den Sätteln und ritten langsam in die besagte Richtung. Ab einem bestimmten Punkt wagte Rafael jedoch nicht näher mit den Reittieren heran zu reiten. Er gab dem Mädchen genaue Verhaltensanweisungen und bereitete die Pferde für eine mögliche Flucht vor.


    Dann schlich er sich an, wobei ihm sein gestriger Patzer eine Lehre war und er sich viel mehr Zeit nahm, auch dass umgebende Gelände zu erkunden.
    :)

  • Beim Geländeerkunden entdeckte er ein Falle auf dem Weg. Ein gebogener Ast der mit einem angespitzen Holzpfahl bestückt war und jemandem der achtlos hindurchlief möglicherweise im Oberschenkel erwischen würde. Eine sehr feine Schnur quer über dem Weg war der Auslöser, möglicherweise war es ein gespanntes Haar.

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  • 8|
    Rafael verdrehte die Augen. Und es war einer der seltenen Momente, in denen er wünschte, seine Schwester wäre bei ihm. Als ehemalige Einbrecherin hatte Kadima diverse Erfahrung mit Fallen und Mechanismen.


    Der Bärheimer merkte, wie seine Hände schweißnass wurden, als er die Falle umging und sich behutsam näher an das Lager heranschob, immer bereit, bei möglicher Entdeckung sofort den raschen Rückzug anzutreten.
    Wieder und wieder hielt er inne und lauschte angestrengt. Sein Ziel war es, nur zu erkunden, um wen... oder was... es sich handeln mochte und dann mit dem Kind unbemerkt und sicher den Rückweg in die Siedlung anzutreten.

  • Als Herr Ferdinand und seine Begleiter die Lichtung betraten, waren sie doch kurz überrascht, das einer dieser Kultisten direkt in ihre Arme laufen würde.
    Der kleine dicke Mann war genauso erschrocken und braucht einen Augenblick um seine Laufrichtung zu ändern. Dies nutzten die Lichtbringer aus, die sich von ihrer Überraschung erholten hatten aus udn machten sich kampfbereit.
    Ferdinand wollte gerade was sagen als einer seiner Soldaten schon seinen Sperr in Richtung des Flüchtenden geworfen hatte und ihn von hinten den Unterleib durchbohrte.
    "Mist", dachte sich Ferdinand, "hoffentlich kann er uns noch was erzählen." Dann fing Herr Ferdinand an Befehle zu verteilen. "Lichtung absichern, haltet die Augen offen, ich will wissen vor was dieser fehlgeleitete Mann davon lief." und schritt mit großem Schritten auf dem Sterbenden zu.
    "Vor was bist du geflohen? Wo ist dein Lager? Wo ist euer Unterschlupf?", brüllte Ferdinand den kleinen dicken Mann an. Doch dieser röchelte nur Blut und zeigte noch schwach nach Nordosten, bevor der Tod ihn holte.
    "Hans, Johann und Vitus ihr drei holt Holz zum verbrennen dieser Leiche. Lothar und Conrad kommen mit mir, wir erkunden die Richtung aus der er kam und der Rest sichert weiter die Lichtung ab.", dann ging Ferdinand auch schon los.

    Herr Ferdinand Siegfried vom Wasserfall
    Ritter des Selinischen Imperiums
    Reichsritter des AnkoraGahnischen Imperiums
    Paladin des Talamons



    Ritter der Lichtbringer und Mitglied im Rat der Lichtbringer

  • Rafael entdeckte weitere Fallen vor sich , eine offenbar eine Art Fallgrube die von jemanden getarnt worden war der sich mit Pflanzen nicht besonders gut auskannte, den Tannenzweige unter Laubbäumen waren doch eher ungewöhnlich und eine weitere gespannte Schnur deren Zweck ihm allerdings verborgen blieb.


    Bis zum Ursprung des Rauches waren es noch etwa 50 Schritte, offenbar lag er in einer kleinen Senke.


    Außerdem stieg inzwischen auch weit hinter Rafael und dem Mädchen eine Rauchwolke aus dem Wald auf.

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  • Rafael war der Kampf, welcher in seinem Inneren tobte, ins Gesicht geschrieben. Noch eben von Abenteuerlust und Risikobereitschaft beherrscht, setzte sich jetzt die Stimme der Vernunft durch. Ausserdem... Kadima würde ihm kommentarlos den Kopf abreissen, wenn er die Rettung des Kindes vermasselte, nur weil er seine Neugierde nicht unter Kontrolle hatte. :)


    Seufzend und behutsam ging der Bärheimer den Weg zurück, wobei der darauf achtete, stets wieder in seine eigenen Fußstapfen im Schnee zu treten.
    Nach einer Weile erreichte er das Mädchen bei den Pferden und war erleichtert, dass sie brav bei den Reittieren gewartet hatte.


    Aber welche Richtung jetzt? Die zweite Rauchsäule lag genau in der Richtung, für die er sich eigentlich entschieden hätte. Rafael überlegte kurz. Da der Tag bereits vorangeschritten war und er ungerne nochmal eine Nacht im Freien verbringen wollte, ritten sie dann doch grob in eben jede Richtung, die den kürzesten Weg versprach.


    Den Andertalbhänder hatte Rafael blankgezogen und vorsich quer auf den Sattel gelegt.
    Aufmerksam beobachtete er den Wald links und rechts des Pfades...

  • Nach einiger Zeit sah er dann einen Trupp Männer die sich in seine Richtung bewegten, ihre Farben waren rot und weiss so das sie im Wald recht deutlich zu erkennen waren.

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  • Rafael stutze einen Moment lang... dann aber hellte sich sein besorgter Blick auf, als er den Ritter, welcher der Gruppe vorneweg ging, erkannte.
    Als sie die Lichtbringer erreicht hatten, sprang der Bärheimer vom Pferd und ergriff erfreut die zur Begrüßung ausgestreckte Hand des Herrn vom Wasserfall.


    "Herr Ferdinand, ich kann gar nicht sagen, wie froh wir sind, euch hier angetroffen zu haben...!"
    :bier:

  • "Rafael mein Freund, was für eine Freude dich hier zu sehen!", Ferdiands verdutztes Gesicht wich einem herzlichen Lächeln als Rafael seine Hand ergriff. "Was machst du alter Haudegen, so alleine im Grenzwald, vor allem mit so einer bezaubernden jungen Dame.", dabei blickte Ferdinand mit einem Lächeln zu dem jungen Mädchen rüber, um so ihr vielleicht ein bisschen Angst zu nehmen.
    "Conrad, Lothar das ist Herr Rafael das ist einer der Ritter aus vodgodisch Bärheim, merkt euch ruhig sein Gesicht." rief er seinen Männern zu und wandte sich wieder seinem Freund zu.

    Herr Ferdinand Siegfried vom Wasserfall
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